Sexistische T-Shirts? Mutter kritisiert britischen Supermarkt

Die Supermarktkette Asda hat wegen dieser Shirts mit Sexismus-Vorwürfen zu kämpfen. (Bild: Facebook/ Amy Tanwen Owen)

Eine britische Mutter ärgert sich so sehr über die Kinderkleidung eines Supermarktes, dass sie ein Facebook-Posting an das Unternehmen richtet – und stößt mit ihrer Kritik auf breite Zustimmung.

Jungs sind angehende Wissenschaftler, Mädchen stets Papas kleiner Liebling? Zumindest suggerierten dies T-Shirts aus der Kinderabteilung der britischen Supermarktkette Asda. Als eine Mutter das bei einem Einkauf in der englischen Grafschaft Cheshire entdeckte, traute sie ihren Augen kaum. Sie wandte sich daraufhin direkt an die Supermarktkette.

„Whoops @Asda, ich konnte dieses ‚Zukünftiger Wissenschaftler’-T-Shirt nur in der Jungs-Abteilung finden, aber keine Sorge, ich habe trotzdem eins für meine Tochter gekauft und die Hälfte in die Mädchenabteilung gebracht. Ich habe sie neben die Tops gelegt, auf denen ‚Für immer Papas Mädchen’ steht. Für die Kinder, die ermutigende Slogans auf ihren T-Shirts wollen“, schrieb die Frau, die laut „Independent“ Amy Platt heißt, in einem Facebook-Posting.

Dafür gab es viel Lob von Facebook-Usern. „Ich stimme total damit überein, dass wir Mädchen sagen sollten, Höheres anzustreben, als nur Papas Mädchen zu sein“, schrieb eine Nutzerin. „Gut gemacht von dieser Frau, dass sie [die Shirts] rübergebracht hat“, lobte eine andere Person.

Aber Amy Platt erntete für ihre Beschwerde nicht nur Zustimmung. Einige Nutzer finden, dass sie mit ihrer öffentlichen Kritik aus einer Mücke einen Elefanten mache. In einem langen Kommentar ärgerte sich ein User: „Na und? Das ist doch nichts Besonderes. Hast du auch Einhörner und ‚Papas Mädchen’-Tops in die Jungs-Abteilung gebracht?“

„Ist sonst noch jemand von diesem ganzen Gender-Ding gelangweilt? Wenn’s dir nicht gefällt, kauf es nicht. Simpel“, sagte ein anderer User.

Kritik an den Kritikern gab es natürlich auch: „Gut für dich. Und für alle, die finden, dass das ‚keine große Sache ist’ […]. Social Engineering bedeutet unter anderem, Jungs und Mädchen in ‚Männlich’ und ‚Weiblich’-Schubladen einzuordnen, beginnt früh, und kann einen großen Einfluss auf die Ziele und das Selbstvertrauen haben.“