Sexismus-Vorwurf! Wieder Wirbel um Becker

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Sexismus-Vorwurf! Wieder Wirbel um Becker
Sexismus-Vorwurf! Wieder Wirbel um Becker

Boris Becker steht wieder einmal in der Kritik.

Gegen das deutsche Tennis-Idol wurden Sexismus-Vorwürfe laut. Was war passiert? Becker kommentierte an der Seite von John Inverdale für die BBC das Viertelfinale von Novak Djokovic in Wimbledon und bezeichnete dabei die Verlobte von Djokovics Gegner Márton Fucsovics als "sehr hübsch". (NEWS: Alles zu Wimbledon)

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"Man sagt ja, dass sie die schönsten Frauen in Ungarn haben. Das weiß ich nicht, aber sie ist sicher sehr hübsch", so Becker, als Fucsovics' Freundin während der Übertragung zu sehen war. Inverdale meinte zuvor: "Ihr Name ist Anett Böszörményi. Wenn man ein Tennisspieler ist, ist es immer gut, eine Partnerin zu haben, die Anett heißt."

Sexismus-Vorwürfe gegen Becker

Bei Stephanie Hilborne von der Organisation "Women in Sport" kamen die Kommentare gar nicht gut an. Sie sagte, dass ihre Wohltätigkeitsorganisation seit Jahrzehnten versuche, die Objektivierung zu beenden.

"Wenn zwei Männer sich wohl dabei fühlen, auf diese Weise über Frauen zu sprechen, geschweige denn im Live-Fernsehen, zeigt das, dass es noch mehr zu tun gibt. Sollten wir nicht eher Mädchen zum Sport inspirieren, als darüber zu reden, wie Frauen aussehen?", sagte Hilborne.

Die BBC reagierte auf den Vorfall und erklärte: "Boris Becker hat einen sorglosen Kommentar abgegeben, bei dem er nicht die Absicht hatte, jemanden zu beleidigen." (Wimbledon 2021: Spielplan und Ergebnisse)

Becker lässt Kommentar über Tennis-Schiedsrichterin los

Es ist nicht das erste Mal, dass Becker mit derartigen Kommentaren auf sich aufmerksam macht.

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Während des Halbfinals der US Open im vergangenen Jahr zwischen Alexander Zverev und Pablo Carreno Busta war er als Kommentator für Eurosport tätig und ließ sich zu einer Aussage hinreißen, für die er auf Twitter attackiert wurde.

"Ich muss sagen, die Schiedsrichterin ist extrem schön. Das Auge isst mit", sagte Becker über Referee Marijana Veljovic.

Fall Osaka: Enke kritisiert Becker

Zuletzt kritisierte Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, Becker für dessen Depressionsaussagen im Fall Naomi Osaka scharf.

"Lieber Boris Becker, Dein Ernst? Naomi Osaka ist nicht gesund! Depression ist keine Frage von Geld, Erfolg oder Luxus - Depression ist eine Krankheit, die leider jeden erwischen kann", schrieb die Ehefrau des ehemaligen Fußball-Nationaltorwarts Robert Enke, der sich im November 2009 selbst das Leben nahm, in einer Pressemitteilung.

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Becker war Osaka in einem Interview mit der Times scharf angegangen. "Ist das wirklich Druck, den sie hat? Ist es nicht eher Druck, wenn man kein Essen auf dem Teller hat, wenn man ohne Job eine Familie versorgen müsste? Die Tour ist nun mal nicht möglich ohne die Medien, man hat es nicht immer gerne. Aber man muss sich damit einfach arrangieren und klarkommen", sagte die Tennis-Legende.

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