Nach Sexismus-Kritik: Vogel-Strafe deutlich erhöht

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Nach Sexismus-Kritik: Vogel-Strafe deutlich erhöht
Nach Sexismus-Kritik: Vogel-Strafe deutlich erhöht

Heiko Vogel fehlte am vergangenen Wochenende überraschend auf der Trainerbank der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. Nun ist auch der Grund klar.

Beim 3:0-Sieg des Regionalligisten gegen die Sportfreunde Lotte war der 45-Jährige laut einem Bericht der Rheinischen Post gesperrt. Dabei hatte er sich gar nichts zu Schulden kommen lassen. Hintergrund ist ein Vorfall vom 30. Januar. Beim Spiel gegen Bergisch Gladbach habe sich der 45-Jährige damals gegenüber Schiedsrichter Marcel Benkhoff und den Assistentinnen Vanessa Arlt und Nadine Westerhoff unsportlich verhalten, insbesondere gegenüber einer Assistentin.

Vogel-Strafe sorgt für Kritik

Daraufhin war er vom Westdeutschen Fußballverband für zwei Spiele gesperrt und zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt worden. Zusätzlich sollte er sechs Trainingseinheiten von Gladbachs Mädchen- oder Frauenmannschaften leiten. Letzteres soll Vogel von sich aus angeboten haben.

Die verhängte Strafe sorgte für massive Kritik. Unter anderem meldete sich die österreichische Nationalspielerin Viktoria Schnaderbeck zu Wort. Die Spielerin des FC Arsenal sprach auf Instagram von einer „bewussten Form des Sexismus. Fußballerinnen zu trainieren ist KEINE STRAFE. Diese Sanktion des WDFV muss Konsequenzen mit sich bringen. Ich bin mir sicher, dass sich jede Fußballerin und vermutlich auch jede Sportlerin so fühlt, wie ich mich fühle: DISKRIMINIERT.“

Der WDFV reagierte und gab den Fall an das Verbandsgericht, um auch den Tatbestand der Diskriminierung klären zu lassen. Dieses kam zu dem Schluss die Sperre von zwei auf fünf Spiele zu erhöhen. Also muss Gladbachs Reserve auch in den beiden kommenden Spielen gegen den FC Weegberg-Beeck und den SV Rödinghausen auf Vogel verzichten.

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