Sexismus-Debatte: Ex-Botschafter entschuldigt sich bei Sawsan Chebli

Sawsan Chebli hat eine neue Sexismus-Debatte ausgelöst

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli hat die Entschuldigung eines ehemaligen Botschafters via E-Mail angenommen. Das bestätigte die Politikerin der Berliner Morgenpost.

"Unter Schock – Sexismus." Mit diesen Worten begann der Beitrag, den Chebli am 14. Oktober auf ihrer offiziellen Facebook-Seite veröffentlicht hatte. Chebli schilderte darin, wie der Ex- Botschafter sie bei einer Diskussionsveranstaltung zwar öffentlich für ihre Jugend und Schönheit gelobt, sie aber nicht als Staatssekretärin erkannt habe. Für Chebli war das ein klarer Fall von Sexismus.

Der Ex-Botschafter, habe erklärt: "Die Staatssekretärin ist nicht da. Ich würde sagen, wir fangen mit den Reden dennoch an." Daraufhin habe sie von ihrem Platz in der ersten Reihe aus geantwortet: "Die Staatssekretärin ist da und sitzt vor Ihnen." Der Mann habe dann gesagt: "Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön."

Chebli schrieb auf Facebook weiter: "Ich war so geschockt und bin es immer noch. Ich bin jedenfalls ans Pult: "Sehr geehrter Herr Botschafter a. D., es ist schön, am Morgen mit so vielen Komplimenten behäuft zu werden."" Im Saal habe "Totenstille" geherrscht. "Klar, ich erlebe immer wieder Sexismus", ergänzte sie in dem Post. "Aber so etwas wie heute habe auch ich noch nicht erlebt."

Chebli: Gesellschaftliche Debatte notwendig

Chebli hält eine breite gesellschaftliche Diskussion über alltäglichen Sexismus gegen Frauen für nötig. Deshalb habe sie den Vorfallv...

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