Serienkritik: Was "Babylon Berlin" zur besten deutschen TV-Serie macht

An diesem Freitag startet die teuerste und beste deutsche Serie „Babylon Berlin“. Erst mal nur auf Sky. Der Aufwand hat sich gelohnt.

Es brodelt hier. Unentwegt und überall. Im Vergnügungspalast Moka Efti tanzen die, die es sich leisten können, ausgelassen, als gebe es keinen Morgen mehr, und geben sich im Keller noch ganz anderen Gelüsten hin. In den Arbeitervierteln gärt es ebenfalls. Da will man das Elend nicht länger hinnehmen und plant einen bewaffneten Umsturz. Die ganze Stadt steht unter permanenter Anspannung. Wo die Verbrecher ihren kriminellen Machenschaften in wohlorganisierten "Ringvereinen" nachgehen und die Polizei lieber dazu rüstet, die Arbeiter niederzuschießen.

Und auch in Kommissar Gereon Rath brodelt es: Er ist kriegstraumatisiert und kann seine Panikattacken nur mit Morphium betäuben. All das Elend, all das Laster, das um ihn tobt, sind das nur Phantasmen in seinem Rausch, oder ist das alles echt?

Zwölf Stunden erlebte Geschichte im XXL-Format

Heute hat der Bezahlsender Sky die Nase einmal ganz vorn. Das hat er sonst ja eher bei Sportereignissen. Am heutigen Freitag aber startet eine Serie, die nicht nur die bislang teuerste ist, die je fürs deutsche Fernsehen produziert wurde, sondern, hier darf man getrost mit Superlativen um sich werfen, das Beste ist, was man hierzulande zu sehen bekommen kann: "Babylon Berlin", eine Krimiserie in zwei Staffeln.

Alles ist historisch an diesem Zwölfstünder: Gleich drei Regisseure haben die Serie geschrieben und gedreht, und nicht etwa jeder eine Folge für sich, sondern alle alles zusammen. Dafür ging erstmals ein öffentlich-rechtlicher Sender, die ARD, m...

Lesen Sie hier weiter!