Serie zur Bundestagswahl: Einbrecher, Dealer, Terroristen: Der Kampf um die Sicherheit

Polizeistreife am Alexanderplatz

Allzu große Erwartungen hat Alexander Klimmey nicht an den Ausgang der Bundestagswahl. Die Versprechen der Parteien hätten mit der Realität meist wenig zu tun, sagt er. Und überhaupt: Die gesetzlichen Regelungen für die Polizei fielen meist nicht in die Zuständigkeit des Bundes, sondern seien Sache der Bundesländer. Der Bund stelle aber doch den gesetzlichen Rahmen. Vielleicht noch wichtiger: Der Bund könne Druck auf die Länder ausüben. "Wenn man das berücksichtigt, spielt die Bundestagswahl für mich und meinen Berufsstand doch eine wichtige Rolle", sagt Klimmey.

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Seit fast 30 Jahren ist Oberkommissar Alexander Klimmey im Berliner Polizeidienst Jörg Krauthöfer

Alexander Klimmey ist Polizist. Seit fast 30 Jahren schon. Meistens wurde er in Friedrichshain, Neukölln oder Kreuzberg eingesetzt, in jenen Stadtteilen also, wo Berlin lebendig ist, wo aber auch die Kriminalität allgegenwärtig ist. Der Einbruch in die Wohnung, das gestohlene Fahrrad, die Prügelei: Klimmey kennt die alltäglichen Sorgen und Ängste der Bürger. Denn der 48-jährige Oberkommissar war und ist als Kontaktbereichsbeamter unterwegs, nimmt auf der Wache Strafanzeigen entgegen, fährt Streife auf dem Funkwagen. Klimmey kennt aber auch die Daten und Fakten aus der Kriminalstatistik und die Sorgen seiner Kollegen. Denn er ist aktives Mitglied in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und als solches spricht er auch mit der Berliner Morgenpost.

Ja, sagt er, in den fast 30 Jahren seiner Dienstzeit habe sich einiges verändert. Damals, kurz vor dem Fall der Mauer im Jahr 1989, zählte die Behörde rund 18.000 Polizisten – all...

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