Serie A: Napoli-Anwalt schaltet sich in Younes-Hickhack ein: "Hat 31-mal unterschrieben"

Mattia Grassani, Anwalt der SSC Neapel , hat sich in den Transfer-Hickhack um den deutschen Nationalspieler Amin Younes eingeschaltet. Der 24-Jährige, dessen Kontrakt bei Ajax Amsterdam Ende Juni ausläuft, habe entgegen eigener Aussagen sehr wohl einen Vorvertrag bei den Neapolitanern ab Juli 2018 unterschrieben.

Mattia Grassani, Anwalt der SSC Neapel, hat sich in den Transfer-Hickhack um den deutschen Nationalspieler Amin Younes eingeschaltet. Der 24-Jährige, dessen Kontrakt bei Ajax Amsterdam Ende Juni ausläuft, habe entgegen eigener Aussagen sehr wohl einen Vorvertrag bei den Neapolitanern ab Juli 2018 unterschrieben.

"Man könnte fast darüber lachen, wäre da nicht der Fakt, dass es um einen sportlichen Vertrag geht, der unter anderem Bildrechte regelt. Um 31 Unterschriften unter mehrere Verträge, in Kenntnis seines italienischen Anwalts", sagte Napolis Rechtsvertreter Grassani Radio Kiss Kiss Napoli. "Er muss einen riesigen Berg besteigen, müsste beweisen, dass es nicht er selbst war, der - ich wiederhole das aus gutem Grund - 31-mal unterschrieben hat."

Younes dementiert die Existenz eines Vorvertrags

Younes bestätigte am Mittwoch zwar, dass er im Januar mit Napoli über einen Wechsel verhandelt habe, sich "aus privaten Gründen" kurzfristig aber für einen Verbleib bei Ajax entschied. Er dementierte jedoch entschieden, dass es einen Vorvertrag beim Tabellenzweiten der Serie A gebe.

"Younes' Erklärungen sind erstaunlich und beunruhigend. Insbesondere, da er deutscher Nationalspieler ist und bei einem Klub wie Ajax spielt", legte Grassani nach. "Wenn er sagt, dass er sich nicht daran erinnert, irgendetwas Vertragliches unterschrieben zu haben, das ihn ab Juli 2018 an Napoli bindet, dann ist das wirklich fernab jeglicher Realität."

Younes wechselte 2015 zu Ajax

Grassani sagte zudem, dass er E-Mails von Younes vorzeigen könne, in denen der Flügelspieler Napoli darum bittet, ihm die Verträge zuzusenden. "Vielleicht will er diesen Vertrag anfechten", vermutet Grassani. "Aber ich habe keine Ahnung, aus welchem Grund. Der Vertrag kann nicht ungültig gemacht werden. Wie sich die Dinge derzeit darstellen, wird Younes vom 1. Juli 2018 an ein Spieler von Napoli sein. Und davon werden wir nicht abweichen."

Younes, vergangenes Jahr im deutschen Kader beim Confederations Cup in Russland, war im Sommer 2015 von Borussia Mönchengladbach zu Ajax gewechselt. In der aktuellen Saison läuft es aber nicht gut für den Techniker, von Anfang November bis Ende Dezember legte ihn zudem eine Knieverletzung lahm. Seit seiner Rückkehr kommt er in Ajax' erster Mannschaft nicht über Joker-Einsätze hinaus, vergangenes Wochenende gegen Heerenveen verweigerte er kurz vor Schluss seine Einwechslung und wurde daraufhin in die zweite Mannschaft versetzt.