Serie A: Nach Anne-Frank-Verhöhnung: Stadionverbote für 13 Lazio-Ultras

Nach der Verhöhnung von Anne Frank im Olympiastadion hat die italienische Polizei Stadion-Verbote gegen 13 Ultras von Lazio Rom verhängt. Ein vorbestrafter Hooligan (46) wird acht Jahre lang landesweit keine Fußball-Arena mehr betreten dürfen.

Nach der Verhöhnung von Anne Frank im Olympiastadion hat die italienische Polizei Stadion-Verbote gegen 13 Ultras von Lazio Rom verhängt. Ein vorbestrafter Hooligan (46) wird acht Jahre lang landesweit keine Fußball-Arena mehr betreten dürfen.

Alle Bestraften gehören der berüchtigten Hooligan-Gruppe "Irriducibili" ("Die Unbeugsamen") an, die für mehrere rassistische Vorfälle verantwortlich gemacht wird. Wegen "Anstachelung zum Rassenhass" ermittelt zudem die römische Staatsanwaltschaft. Der Präsident von Lazio Rom, Claudio Lotito, rechnet nicht mit einer Strafe für den Verein.

Die Untersuchungen wurden eingeleitet, nachdem im Olympiastadion der Hauptstadt zuletzt Klebebilder mit antisemitischen Slogans gefunden worden waren. Auf Bildern war Anne Frank im Trikot des Stadtrivalen AS Rom zu sehen. Während einer Gedenkminute für Anne Frank vor dem Spiel der Römer am Mittwoch beim FC Bologna (2:1) hatten Lazio-Fans faschistische Gesänge angestimmt.

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