Sergej Lawrow im euronews-Gespräch: Scharfe Kritik an USA

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat das Vorgehen der Vereinigten Staaten in Syrien scharf kritisiert. In der euronews-Sendung „Global Conversation“ warf er Washington vor, Syrien offenbar auseinanderreißen zu wollen.

„Die USA sind durchgängig seit zwei oder drei Jahren in Syrien. Fast während der ganzen Zeit, in der das Militärbündnis unter Washingtons Leitung in Syrien aktiv ist und US-Spezialeinheiten und andere Truppen eingesetzt werden, geschieht dies illegal und ohne Ersuchen aus Damaskus und ohne Mandat des Weltsicherheitsrates.“

Lawrow betonte, die Souveränität Syriens sei zu respektieren – diese Sichtweise sehe er in Washington nicht.

„Es ist klar, dass die USA die Strategie fahren, sich in Syrien trotz aller vereinbarten Kompromisse dauerhaft mit ihren bewaffneten Kräften breitzumachen - so wie im Irak und in Afghanistan. Und wenn sie dauerhaft in Syrien bleiben, schließen sie große Teile des syrischen Gebietes aus und verletzen damit die Souveränität der Arabischen Republik Syrien. Dadurch schaffen sie dort so etwas wie Scheinbehörden und versuchen, zusammen mit den Kurden um jeden Preis eine Autonomieeinheit aufzubauen.“

Das gesamte Interview mit Sergej Lawrow sehen Sie in unserer Sendung „Global Conversation“.