Serge Aurier: Gespräche mit Barca waren "sehr weit fortgeschritten"

Beinahe wäre der Spurs-Verteidiger beim FC Barcelona gelandet. Am Ende wurden Serge Aurier seine vielen Skandale zum Verhängnis.

Tottenham-Verteidiger Serge Aurier hat verraten, dass er im Sommer fast zum spanischen Pokalsieger FC Barcelona gewechselt wäre. Letztlich, so vermutet er, sei Barca seine Verpflichtung aber zu heikel gewesen, weil er als schwieriger Charakter gilt und zudem bereits einiges auf dem Kerbholz hat.

"Ich denke, dass mein schlechter Ruf die fünf großen europäischen Klubs abgeschreckt hat", sagte er in einem Interview mit Canal Plus. "Ich verhandelte bereits mit Barcelona, die Gespräche waren sehr weit fortgeschritten. Die Verantwortlichen von Barcelona waren aber nicht sicher, ob ich mich bessern würde, wenn ich kommen würde."

"Wie ein Gefangener gefühlt"

Letztlich verließ er Paris St.-Germain dennoch und heuerte bei Tottenham Hotspur an. "Es war die richtige Entscheidung zu gehen. Ich habe mich wegen der Medien einfach nicht mehr wohl gefühlt", begründet er den Schritt auf die Insel. "Es endete nie. Ich habe mich wie ein Gefangener gefühlt, der ständig von einer Kamera verfolgt wird. Wenn ich in Frankreich geblieben wäre, hätte ich dieses Image nie abgelegt."

Aurier, der 2014 zu PSG gewechselt war, sorgte in der Vergangenheit bereits mehrfach für Wirbel. 2016 wurde er suspendiert, weil ein Video auftauchte, in dem er seinen Trainer Laurent Blanc sowie seine Mitspieler Zlatan Ibrahimovic und Angel di Maria beleidigt hatte. Im Mai gleichen Jahres attackierte er einen Polizisten mit dem Ellbogen. Das Urteil: zwei Monate Gefängnis und eine Geldstrafe. Nur wenige Wochen später fiel er erneut negativ auf, als er bei einem Länderspiel mit der Elfenbeinküste gegen Mali beim Torjubel mit dem Finger über den Hals strich.

Bei den Spurs hat er sich indes gut eingefunden. Er ist Stammspieler, absolvierte bisher acht Pflichtspiele. Der FC Barcelona verpflichtete im Sommer anstatt Aurier Nelson Semedo.