Nach Sensationssieg gegen Barcelona: Roma-Präsident springt in Brunnen

Der AS Rom steht zum ersten Mal seit 1991 im Halbfinale der Königsklasse. Vereinspräsident Palotta feiert dies ausgelassen und ganz speziell.

Vereinspräsident James Palotta von der AS Rom ist am späten Dienstagabend vor Freude über den Einzug ins Champions-League-Halbfinale in den Brunnen der Löwen auf der Piazza del Popolo gesprungen. Nach dem sensationellen 3:0 gegen den FC Barcelona herrschte in der italienischen Hauptstadt Feierlaune, der Präsident mischte sich dabei unter die Fans.

Bekleidet mit offenem Hemd und Hose stürzte sich Palotta rückwärts ins Wasser des berühmtesten Brunnens der Stadt. Der Jubel bei den umstehenden Anhängern kannte keine Grenzen.

Pallottas Jubel blieb jedoch nicht ohne Folgen. Der Verbraucherschutzbund Codacons zeigte den AS-Rom-Chef an und forderte die Stadt Rom auf, eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro zu verhängen, die normalerweise für das Baden in Roms Brunnen fällig wird.

Sprung in den Brunnen "unüberlegt und negatives Beispiel"

"Pallottas Geste ist unüberlegt und ein negatives Beispiel für Millionen von fußballbegeisterten Jugendlichen, die zum Respekt vor Denkmälern erzogen werden sollen", schrieb Codacons.

Pallotta entschuldigte sich daraufhin bei Bürgermeisterin Virginia Raggi. "Pallotta hat mich angerufen und sich entschuldigt. Er hat im Freudenrausch gehandelt, doch er hat begriffen, dass er kein gutes Beispiel gegeben hat", sagte Raggi, die sich noch am Mitwoch mit Pallotta traf. Dabei überraschte der Roma-Boss sie mit einer großzügigen Spende von 230.000 Euro, die für die Restaurierung des Brunnens vor dem Pantheon in Rom verwendet werden sollen.