Sensation in Niedersachsen: Grünen-Politikerin will zur CDU wechseln

Rot-Grün verliert damit die Regierungsmehrheit in Niedersachsen.

Der überraschende Austritt einer Grünen-Abgeordneten aus ihrer Landtagsfraktion in Niedersachsen und der vermutlich folgende Eintritt in die CDU-Fraktion hat die Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in eine schwere Krise gestürzt und dürfte auch atmosphärische Auswirkungen auf die Bundestagswahl haben. Fünf Monate vor der Landtagswahl verlor die rot-grüne Koalition in Hannover damit ihre knappe Ein-Stimmen-Mehrheit im Parlament an die Opposition aus CDU und FDP. Nun stehen wahrscheinlich vorgezogene Neuwahlen ins Haus.

Twesten sieht ihre Zukunft bei der CDU

Die bisherige Grünen-Abgeordnete Elke Twesten begründete ihren Schritt mit der Nicht-Nominierung für die Wahl 2018 in ihrem Wahlkreis in Rotenburg (Wümme). „Ich sehe meine politische Zukunft in der CDU“, erklärte sie am Freitag in Hannover. CDU-Fraktionschef Björn Thümler will seiner Fraktion empfehlen, sie aufzunehmen. Damit hätten CDU und FDP zusammen 69 Sitze im niedersächsischen Landtag, SPD und Grüne 68 Sitze. Bislang war das Verhältnis umgekehrt.

Twesten beteuerte, sie sei „keine Verräterin“ und fühle sich gut, machte aber kein Hehl daraus, dass sie auf einen Sitz im Bundestag oder im EU-Parlament schielt. Da für die Landtagswahl in fünf Monaten die Landesliste der CDU bereits geschlossen sei, könne sie nicht für die Partei ins Parlament einziehen, fuhr Twesten fort. Von einem Platz im Schattenkabinett...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung