Senioren-Union fordert feste Ausbildungsquoten für Pflege in Heimen und Kliniken

Wegen des Pflegemangels in Heimen und Krankenhäusern hat sich die Senioren-Union für feste Ausbildungsquoten in der Pflege ausgesprochen. "Der drohende Pflegenotstand kann nur bekämpft werden, wenn mehr junge Menschen ausgebildet werden", erklärte deren Vorsitzender Otto Wulff am Montag in Berlin. "Wenn auf jeweils zehn Prozent der Pflegekräfte ein Auszubildender kommt, würde das Entlastung bringen."

Der Vorschlag baut auf Gesetzesplänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, Kliniken in Deutschland konkrete Vorgaben für die Zahl ihrer Pflegekräfte zu machen. Laut einem Entwurf für das sogenannte Pflegepersonal-Stärkungsgesetz soll ab 2020 für jedes Krankenhaus das Verhältnis zwischen Pflegekräften und Pflegeaufwand errechnet werden. Gibt es zu wenig Pflegekräfte, würden der Klinik Honorarkürzungen drohen.

Diese Pläne unterstützte Wulff ausdrücklich. Der Vorsitzende der Senioren-Union sprach sich zudem dafür aus, Hürden für die Beschäftigung ausländischer Pflegekräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu senken und auch gezielte Anwerbekampagnen im Ausland einzuleiten.

Zuvor hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sich dafür ausgesprochen, ausländischen Fachkräften befristete Visa für eine Arbeitssuche in Deutschland auszustellen. Auch Heil hatte dies besonders mit dem Arbeitskräftemangel im Pflegebereich begründet.