Senat: Abriss des Kraftwerks Moorburg soll 'schnellstmöglich' kommen

HAMBURG (dpa-AFX) - Auch nach dem russischen Lieferstopp für Erdgas will der rot-grüne Hamburger Senat eine Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Kohlekraftwerks Moorburg nicht in Erwägung ziehen. "Der Rückbau mit Abbruch von Bauwerken soll schnellstmöglich im Anschluss an die der Überwachungsbehörde angezeigten Stilllegungsarbeiten stattfinden können", teilte der Senat auf eine Anfrage des AfD-Bürgerschaftsabgeordneten Dirk Nockemann mit. Für die Überwachung des Rückbaus ist die von Senator Jens Kerstan (Grüne) geführte Umweltbehörde zuständig. Auf Nockemanns Fragen, was für eine Wiederinbetriebnahme zu unternehmen wäre, wie schnell sie vonstatten gehen könnte und was sie kosten würde, ging der Senat nicht ein. Damit habe man sich nicht befasst, hieß es.

Moorburg war eines der modernsten und effizientesten Steinkohlekraftwerke in Deutschland und konnte mit seinen zwei Blöcken mit jeweils 827 Megawatt Leistung elf Terawattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht fast dem gesamten Strombedarf der Hansestadt. Der Bau hatte drei Milliarden Euro gekostet, die Anlage war aber nach nur sechseinhalb Jahren Betriebszeit im vergangenen Jahr stillgelegt worden.