Seltenes Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert Südkorea

Erdbeben in Südkorea

Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat am Mittwoch Südkorea erschüttert - für die Koreanische Halbinsel ein seltenes Ereignis. Mindestens sieben Menschen wurden bei den Erschütterungen, die fast im ganzen Land einschließlich in der Hauptstadt Seoul zu spüren waren, nach Behördenangaben verletzt. Es wurde damit gerechnet, dass die Zahl der Verletzten weiter steigt. Das Zentrum des Beben lag in nur neun Kilometern Tiefe nahe der südöstlichen Industriestadt Pohang.

Katastrophenschutzzentren waren nach dem Beben wegen Anrufen besorgter Menschen überlastet. Das Erdbeben ereignete sich am Vortag der nationalen Hochschulzulassungsprüfung, die in dem stark wettbewerbsorientierten Südkorea eine herausragende Bedeutung einnimmt und das ganze Land in einen Zustand gespannter Erwartung versetzt. Präsident Moon Jae In wies die Behörden des Landes nach einer Dringlichkeitssitzung mit seinen Beratern daher eigens an, "alle möglichen Maßnahmen vorzubereiten, um den Schülern zu helfen, ihren Geist während der Prüfung stabil zu halten".

Die Koreanische Halbinsel wird selten von Erdbeben erschüttert. Beben und ihre Ursachen werden jedoch grundsätzlich genau untersucht, da sie oftmals der erste Indikator für mögliche Atomwaffentests im Nachbarland Nordkorea sind.