Selbstmordanschläge auf Kirchen in Indonesien - IS bekennt sich

Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen auf drei Kirchen in Indonesien sind mindestens 11 Menschen getötet worden.

Die Attacken fanden nahezu gleichzeitig während der Sonntagsgottesdienste in Surabaya, der zweitgrößten Stadt Indonesiens auf der Insel Java, statt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat bekennt sich zu der Tat, wie die IS-eigene Nachrichtenagentur Amaq berichtet. Zunächst hatte der indonesischen Geheimdienstes NIA die Gruppe Jemaat Ansharud Daulah für die Anschläge verantwortlich gemacht. Ihr werden Verbindungen zum IS nachgesagt.

Die Kirchen wurden weiträumig abgesperrt; der Kampfmittelräumdienst sucht die Gegend nach weiteren Bomben ab.

Neben den Todesopfern wurden mindestens 40 Menschen bei den Explosionen verletzt.

"Es war während des Gottesdienstes. Mein Mann empfing die Menschen. Er öffnete die Tür. Er ist schwer verletzt", sagte die Ehefrau eines der Verletzten.

In den letzten Jahren hat Indonesien immer wieder mit islamistisch motivierten Gewalttaten zu kämpfen. Erst vor wenigen Tagen hatten militante Islamisten während eines Aufstands in einem Hochsicherheitsgefängnis in einem Vorort der Hauptstadt Jakarta fünf Mitglieder einer Elite-Antiterror-Einheit getötet.

Christen stellen mit etwa zehn Prozent eine Minderheit in dem mehrheitlich muslimischen Land.