Wir müssen das Thema Selbstmord anders behandeln – es geht uns alle etwas an

Lindsay Holmes
Der Suizid ist noch immer ein Tabuthema in unserer Gesellschaft – das muss ich ändern.

Suizide wie die der Designerin Kate Spade und des Kochs Anthony Bourdain vergangene Woche erinnern auf tragische Weise daran, dass selbst die erfolgreichsten Menschen nicht von psychischen Krankheiten verschont bleiben. 

Diese Krankheiten werden leicht übersehen – von Angehörigen oder gar den Betroffenen selbst.

Eine neue Studie der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zeigt, dass die Suizidrate in den USA steigt – seit 1999 um mehr als 25 Prozent.

In Deutschland ist die Suizidrate seit den 80er Jahren deutlich gesunken. Allerdings verzeichnet das Statistische Bundesamt seit 2007 wieder einen leichten Anstieg. Im Jahr 2015 nahmen sich in Deutschland 10.078 Menschen das Leben.

Besonders besorgniserregend ist, dass bei 54 Prozent der Suizidopfer in den USA keine psychische Krankheit bekannt war. Diese Zahl legt nahe, dass die Betroffenen nicht in Behandlung waren und still litten.

Das heißt, dass wir mehr über psychische Krankheiten sprechen müssen – nicht nur nach öffentlichen Tragödien. Nicht erst, wenn es schon zu spät ist.

Wahrscheinlich spricht niemand beim Brunch mit Freunden oder dem Familien-Abendessen locker über tödliche Selbstverletzungen. Suizidgedanken sind ein hässliches und unangenehmes Thema. Aber eines, das regelmäßig besprochen werden sollte.

Im Folgenden erklären Experten, wie man sinnvoll mit seinen Angehörigen über Suizidgedanken spricht und warum es wichtig ist, das nicht zu vermeiden – ob sie nun in einer Krise stecken oder nicht. Ein einziges Gespräch könnte ein Leben retten.

1. Versteht, dass jeder betroffen sein könnte

Viele Menschen denken, dass Selbstmord und selbstverletzendes Verhalten heikle Themen sind, sie von ihnen aber niemals selbst betroffen sein werden....

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