Selbstfahrende Autos sehen in beklebten Stop-Schildern wahnwitzige Anweisungen Gas zu geben

Sascha Koesch
(University of Michigan)


Sie sind kaum auf der Straße anzutreffen, aber schon das Ziel einer neuen Art von Streetart-Hack: selbstfahrende Autos.

Wissenschaftler an den Universitäten von Washington, Michigan, Stony Brook und UC Berkeley haben herausgefunden, wie sie die Algorithmen, die in diesen Autos für das Erkennen von Straßenschildern zuständig sind, austricksen können. Ein paar dezente Aufkleber an der richtigen Stelle, oder ein Ersatzschild, das eigentlich so aussieht wie ein echtes, nur etwas ranziger und schon halten die selbstfahrenden Autos ein Stop-Schild für eins das Tempo 45 vorschreibt, oder ähnliches.

Das sieht aus wie abstrakte Kunst, könnte aber ernsthafte Konsequenzen haben, da zur Identifikation in und bei einem Gewissen Tempo natürlich der visuelle Input möglichst gut runtergerechnet werden muss. Man könnte sich zwar bei der Erstellung solcher Software darauf einrichten, mit anderen Fehlerkorrekturen durch weitere Kameras oder die Erkennung von Kontexten oder dem Abgleich mit früheren Bilderkennungen, aber die Gefahr, dass an dieser Stelle von Hackern auf der Straße manipuliert wird, ist so ganz wohl kaum für die Zukunft auszuschließen.

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