Leiche einer seit mehr als zwei Jahren vermissten Frau womöglich gefunden

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Mehr als zwei Jahre nach dem Verschwinden einer Frau aus Solingen ist ihre Leiche womöglich gefunden worden. Bereits am Mittwochnachmittag entdeckten Ermittler die sterblichen Überreste in einem Waldgebiet bei Kronau in Baden-Württemberg, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Wuppertal am Freitag mitteilten. Die Suche wurde nach Aussagen eines Angeklagten im Prozess zum Mordfall Hanaa S. vor dem Landgericht Wuppertal angesetzt.

Vor Gericht müssen sich seit mehr als einem Jahr fünf Familienangehörige der im April 2015 verschwundenen Frau verantworten, denen gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen wird. Die Frau soll sich vor ihrem Verschwinden von ihrem Mann getrennt und eine neue Beziehung begonnen haben. Die Angeklagten sollen sich gemeinsam entschlossen haben, Hanaa S. zu töten, um die Familienehre wiederherzustellen.

Angeklagt sind der Ehemann von Hanaa S., ihr gemeinsamer Sohn sowie zwei Brüder und eine Schwester der Manns. Ein Bruder des Ehemanns erklärte laut einem Gerichtssprecher im Juni in dem Prozess, dass er sich seiner Verantwortung für die Tötung der Frau bewusst sei.

Er gab auch den Hinweis auf den Fundort der Leiche. Am Freitag kündigte er dem Sprecher zufolge genauso wie der zweite mitangeklagte Bruder des Ehemanns an, nach Vorliegen des Obduktionsergebnisses aussagen zu wollen.

Die Obduktion der in Baden-Württemberg gefundenen Leiche fand den Angaben zufolge am Donnerstag in Düsseldorf statt. Die Untersuchungen der Rechtsmedizin und der Polizei dauerten aber an. Die Identität sei noch nicht hundertprozentig geklärt, sagte der Gerichtssprecher.