Ich bin seit 7 Jahren meine eigene Chefin: Hier sind 5 Dinge, für die ich mir jeden Monat Zeit nehme

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Seit mehr als sieben Jahren bin ich selbstständige Unternehmerin. Neben vielen Vorteilen, die es hat, seine eigene Chefin zu sein, kann es allerdings auch einige Herausforderungen und Tücken bergen. So bin ich beispielsweise allein dafür zuständig, Einkommen zu erwirtschaften, große finanzielle Entscheidungen zu treffen oder herauszufinden, wie meine Firma innovativ bleibt. Ich bin außerdem allein dafür verantwortlich, zu entscheiden, wann ich mich neu orientieren muss. Das ist nicht immer leicht.

Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, arbeitete ich einige Jahre lang Vollzeit in einem Startup. Während dieser Zeit ermöglichte das Unternehmen allen seinen Angestellten, ihre berufliche Entwicklung in Form von angebotenen Workshops, Networking-Veranstaltungen oder der Teilnahme an Konferenzen zu fördern. Ich habe dieses Angebot immer wahrzunehmen versucht, um möglichst viel über gute Unternehmenskultur und Arbeitsweisen zu lernen. Als ich mich einige Jahre später dann selbstständig machte, behielt ich einige dieser Methoden bei und beschloss, möglichst viel Zeit in die Verbesserung meiner Fähigkeiten zu investieren sowie stetig Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Aus dieser Zeit habe ich viel mitgenommen. Hier sind meine fünf wichtigsten Praktiken, für die ich mir monatlich Zeit nehme, um sicherzustellen, dass ich als einzige Angestellte meines Unternehmens kontinuierlich wachse, lerne und auf dem Laufenden bleibe.

1. Besucht Kurse oder Workshops

Ich bin Autodidaktin. Das bedeutet, ich eigne mir selbstständig Wissen oder Fertigkeiten an, meist in Form von Beobachtungen, Versuchen, Übungen oder Fachliteratur. Da ich für meine tägliche Arbeit eine Vielzahl von Tätigkeiten und Schlüsselkompetenzen benötige, wie beispielsweise die Fähigkeit zur Videobearbeitung, besteht immer Raum für Verbesserungen und Weiterentwicklung.

Jedes Quartal überlege ich mir vier Themen, über die ich mehr lernen möchte. Pro Monat melde ich mich dann für einen Workshop an. Ich suche in den meisten Fällen nach kostenlosen Workshops auf Skillshare und General Assembly, zwei Online-Lerngemeinschaften, die sich besonders gut für Einsteiger-Kurse anbieten. Suche ich nach Workshops für Fortgeschrittene, suche ich auf Coursera nach Kursen, die sich über mehrere Wochen oder Monate strecken.

2. Trefft euch mit Mentorinnen und Mentoren

Ich kann euch empfehlen, Mentorinnen oder Mentoren zu haben. Der Austausch mit ihnen ist eine hervorragende Möglichkeit, Neues zu erlernen und Feedback von anderen Menschen zu erhalten, deren Meinung ihr wertschätzt und die euch weiterbringt. Ich habe derzeit zwei Mentorinnen und Mentoren. Einmal im Monat spreche ich mit ihnen, um mich über meine Arbeit auszutauschen und ihre Vorschläge und Ratschläge für die nächsten Schritte zu hören. Ich habe die beiden vor einigen Jahren auf Konferenzen kennengelernt. Bereits damals waren sie in der Branche erfolgreich gewesen. Sie haben mir einige Tipps und Tricks gegeben, wie ich mein Unternehmen am besten aufbaue.

Darüber hinaus habe ich noch zwei inoffizielle Mentorinnen und Mentoren. Sie kenne ich nicht persönlich. Ich verfolge jedoch ihre Inhalte wöchentlich, indem ich ihre Podcasts höre, ihre Bücher lese oder ihre Youtube-Videos ansehe. Ich wende ihre wertvollen Hinweise an, die mir dabei helfen, mich besser konzentrieren zu können oder produktiver zu sein.

3. Führt professionelle Überprüfungen eures Unternehmens durch

Wenn man sein eigenes Unternehmen führt, kann es einem so vorkommen, als würde die Liste der zu erledigenden Aufgaben immer länger werden und nie enden. Um sicherzugehen, dass ich nichts Wichtiges vergesse oder übersehe, führe ich einmal im Monat ein Audit durch – eine professionelle Überprüfung der Prozesse meines Unternehmens.

Dafür beginne ich damit, meine Webseite auf Fehler oder defekte Links zu überprüfen. Anschließend kontrolliere ich meine Finanzen und Kreditkartenabrechnungen, gefolgt von meinem Posteingang. Ich möchte verhindern, wichtige E-Mails zu verpassen oder unbeantwortet zu lassen. Durch eine solche regelmäßige Überprüfung gebe ich mir die Möglichkeit, Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben, bevor sie zu größeren Problemen werden.

4. Vernetzt euch mit anderen Fachleuten

Als Solo-Unternehmerin kann es manchmal einsam werden. Daher habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mindestens einmal pro Woche ein virtuelles Treffen mit einem Freund oder einer Freundin, einer Kollegin oder einem Kollegen oder einem LinkedIn-Kontakt zu planen.

Zusätzlich nutze ich Webseiten wie Eventbrite und Meetup.com, um lokale Networking-Veranstaltungen oder monatliche Treffen in meiner Nähe zu finden, bei denen ich andere Fachleute aus meiner Branche kennenlernen kann.

5. Macht eine Pause

Eines der größten Probleme, mit denen ich im Laufe der Jahre zu kämpfen hatte, war die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mittlerweile nehme ich mir jeden Monat einen Tag für meine persönliche Auszeit. Meine Regel ist, den Tag ohne jegliches technisches Gerät zu verbringen. Das hilft mir, abzuschalten und neue Energie zu tanken.

Als selbstständige Unternehmerin oder als selbstständiger Unternehmer ist es wichtig, dass ihr euch gesunde Gewohnheiten aneignet und sie verfolgt. Sie helfen euch im Idealfall, eine achtsame Arbeitsweise aufrechtzuerhalten. Ob monatlich oder wöchentlich: Diese regelmäßigen Praktiken werden sich auf lange Sicht auszahlen.

Dieser Artikel wurde von Julia Knopf aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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