Sein oder Nichtsein: Marsroboter findet organische Moleküle

Etwas ruhig geworden ist es um den Mars-Roboter Curiosity, doch jetzt bohrt er wieder. Die NASA hat Probleme behoben, Curiosity wieder in Betrieb genommen – und prompt eine spektakuläre Entdeckung gemacht: organische Moleküle.

"1976 hat die Sonde Viking die Suche nach organischen Molekülen begonnen. Curiosity führt sie fort. Und jetzt haben wir eine Reihe von Molekülen, von denen wir wissen wollen, wie sie erhalten wurden und wo wir noch mehr finden können", beschreibt die Biogeochemikerin Jennifer Eigenbrode von der NASA den Erfolg Mission.

Gefunden wurden die Moleküle in mehr als drei Milliarden Jahre altem Gestein im Gale-Krater. Es wird angenommen, dass sich dort einmal ein See befand, das Gestein besteht aus Ablagerungen dieser Zeit. Die Moleküle mögen zwar organisch sein, ein sicheres Zeichen für Leben sind sie noch nicht. Woher sie stammen, wie sie gebildet wurden, das muss erst erforscht werden. Aber die Hinweise darauf verdichten sich: In dem Marskrater, der einst womöglich ein See war, könnte es einst Mikroorganismen gegeben haben. Sehr klein, aber doch: Leben!

Curiosity hat außerdem saisonal unterschiedliche Methangehalte in der Atmosphäre nachgewiesen. Die Wissenschaftler werteten Messungen aus drei Marsjahren aus. Im Sommer geht demnach der Methangehalt zurück, im kalten Winter steigt er. Möglich gemacht hat das den Wissenschaftlern zufolge die Langlebigkeit von Curiosity. Obwohl die Sonde immer wieder Probleme bereitet, ist sie nun schon seit 2012 auf dem Mars im Einsatz. Seit Kurzem ist auch die europäisch-russische Mars-Sonde ExoMars damit beschäftigt, Methan in der Marsatmosphäre zu erforschen.