Seilbahn-Drama: Service-Seil verursachte Notstopp der Anlage

Außerdem wurden vier weitere Gondeln sichergestellt.

Nach dem Gondelnotfall und einer spektakulären Rettungsaktion am Sonntag bleibt die Seilbahn in Köln zunächst außer Betrieb. „Wir müssen nun die Ursache klären“, sagte eine Sprecherin der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) am Montagmorgen. Auch ein Tag nach der spektakulären Rettung von 65 Menschen aus der festgefahrenen Seilbahn über dem Rhein sind die Umstände für das Unglück noch unklar.

Bei ihrer Fehlersuche stellen die KVB als Betreiber der Anlage vor allem ein so genanntes Service-Seil in den Fokus, das sich um die Aufhängung einer Gondel gewickelt und den Notstopp der Seilbahn ausgelöst hatte. Aber wie und warum das Seil der Kabine so nahe kommen konnte, „können wir uns im Augenblick absolut nicht erklären“, sagte Thomas Miebach, Geschäftsführer der Seilbahn.

Am Sonntag hatten Höhenretter 65 Menschen aus der stillstehenden Bahn in Sicherheit gebracht. Weil die meisten Kabinen über dem Rhein festhingen, mussten viele Fahrgäste auf ein Feuerwehrschiff abgeseilt werden. Nach KVB-Angaben wurde niemand verletzt. Ein Mann wurde vor Ort wegen Kreislaufproblemen behandelt, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die KVB schalteten nach eigenen Angaben den TÜV Rheinland und einen externen Gutachter zur Ursachenforschung ein. Bevor es keine Klarheit gebe, werde die Seilbahn nicht wieder in Betrieb genommen, stellte KVB-Technikvorstand Jörn Schwarze klar.

Per Handy Kontakt zu Insassen

Feuerwehrchef Johannes Feyrer betonte, man habe während der Rettung via Handy Kontakt zu allen Insassen der Gondeln gehabt. Dass die Feuerwehr anfangs von ungefähr einhundert eingeschlossenen Fahrgästen ausging, habe auf einer Schätzung beruht, wonach in jeder der 32 Gondeln maximal vier Personen Platz gehabt hätten.

Die genaue Zahl sei für die Rettungsarbeiten aber unerheblich gewesen, da die Höhenretter ohnehin jede einzelne Gondel hätten evakuieren müssen, sagte Feyrer. Am Ende sei man froh gewesen, dass es nur 65 Fahrgäste waren und alles schneller ging als gedacht.

Vielen der Geretteten steckte der Schreck auch am Tag danach noch in den Knochen. „In der Situation versucht man wegen der Kinder irgendwie Ruhe zu bewahren“, berichtet die Kölnerin Denise Gauter (24), die mit ihrer Freundin Rebecca Koch (27) und den Kindern Joleen (5) und Aidan (4) in der Gondel hinter dem Unglücksgefährt saß. Wieviel Kraft das gekostet habe, spüre sie er jetzt nach der Rettung....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta