Seifert: Klubs bei Fan-Problematik in Pflicht

Die Hooligan-Problematik spielt auch bei der DFL eine große Rolle

Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) sieht bei Problemen mit den Fans in erster Linie die Vereine in der Pflicht.

"Die deutsche Fan-Szene ist vielfältig, oft kreativ und meinungsstark, aber es gibt auch an einigen Standorten bedenkliche Entwicklungen. Da müssen zunächst die Klubs vor Ort genau hinschauen und ihre Möglichkeiten konsequent einsetzen", sagte Seifert der Bild am Sonntag.

Die DFL sei "immer bereit, einen Beitrag zu leisten, aber unsere Möglichkeiten sind eingeschränkt, und es gibt auch kein Patentrezept." Der 48-Jährige fordert zudem einen Gewaltverzicht.

"Keine Fehlentwicklung im Fußball darf eine Ausrede sein für Gewalt in oder vor den Stadien", sagte Seifert.

Mehrere Verantwortliche der Bundesligisten hatten zuletzt Unterstützung von der DFL und vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gefordert.

"Wir als Klubs werden das Problem nicht alleine lösen können, da müssen die DFL und der DFB als Dachverband mit ins Boot. Ich würde mir wünschen, dass sie dieses Thema ergebnisoffener diskutieren", sagte beispielsweise Sportchef Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln.