"Es ist ein sehr gutes System": So bewährt sich der Gepard-Panzer bei den ukrainischen Streitkräften

Im Juni dieses Jahres lieferte die Bundesregierung 30 Flugabwehrkanonenpanzer des Typs Gepard an die ukrainischen Streitkräfte. - Copyright: picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Im Juni dieses Jahres lieferte die Bundesregierung 30 Flugabwehrkanonenpanzer des Typs Gepard an die ukrainischen Streitkräfte. - Copyright: picture alliance/dpa | Marcus Brandt

Russland setzt im Kampf gegen die Ukraine auf Drohnen, Raketen und Marschflugkörper, die landesweit Zerstörung anrichten. Doch inzwischen kann die ukrainische Armee die Städte immer besser schützen – auch mit deutschen Waffen.

Dabei hat sich offenbar besonders der deutsche Flugabwehrpanzer Gepard bewährt, von denen die Bundesregierung insgesamt 30 Stück an die Ukraine geliefert hat. Das bestätigte der ukrainische Soldat mit dem Codenamen "Max". "Es ist ein sehr gutes System", sagte er im Gespräch mit "Bild". Er äußerte die Hoffnung auf Lieferungen weiterer Gepards und der entsprechenden Munition.

Die ukrainischen Streitkräfte zeigen sich zufrieden mit dem Gepard-Panzer

Max und seine Kameraden wurden in Deutschland lediglich eineinhalb Monate an dem Flugabwehrpanzer ausgebildet – zu wenig Zeit, behaupten manche. Max entgegnet den Kritikern: "Ja, die Ausbildung der Bundeswehrsoldaten früher dauerte viel länger, aber diese Zeit haben wir nicht. Die Grundlagen des Systems sind relativ schnell erlernbar, das ist für uns wichtig."

Der Gepard-Panzer hätte sich vor allem im Kampf gegen Drohnen bewährt

Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen. Damit habe seine Einheit schon zwei russische Marschflugkörper und eine zweistellige Anzahl an Drohnen zerstört, sagt Max. "Die Shahed-Drohnen sind sehr leicht zu bekämpfen, wenn wir in Reichweite sind", sagte er. Der Gepard habe einen Suchradar, der die vom Iran gelieferten Drohnen schnell erkennen könne. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, dass die Panzer-Kanonen auch mehrere Drohnen gleichzeitig angreifen könnten. In der Nähe von Odessa habe man in kurzer Zeit zum Beispiel zehn Drohnen abschießen können. Aber auch beim Kampf gegen Bodenziele hätte sich der Gepard bewährt.

Auch in den sozialen Netzwerken wird der Gepard von der Ukraine gefeiert. Das ukrainische Verteidigungsministerium postete auf seinem offiziellen Twitter-Account ein Video, in dem der Flugabwehrpanzer zusammen mit anderen von Deutschland gelieferten Waffen gelobt wird.

Mit Material der DPA