Segel Drama: Brite wird bei Ocean Race vermisst

Der Brite fährt für das Sun Hung Kai/Scallywag-Team

Schock beim Volvo Ocean Race: Die Organisatoren der Hochseeregatta haben kaum noch Hoffnung, den vermissten Segler John Fisher (47) lebend zu bergen. Der Trimmer war offenbar am Montag 2250 km westlich von Kap Horn über Bord gespült worden.

Sein Team Sun Hung Kai/Scallywag musste die stundenlange Suche schließlich aufgrund verschlechterter Witterungsbedingungen abbrechen.

"Wir müssen anerkennen, dass die Chancen einer erfolgreichen Bergung abnehmen", gab die Rennorganisation in einem Statement bekannt. Daher habe die Crew die schwierige Entscheidung getroffen, Kurs auf die südamerikanische Küste zu nehmen. Es herrschten stark herausfordernde Bedingungen mit 35 Knoten Wind, fünf bis zehn Meter hohen Wellen und einer einstelligen Wassertemperatur.

Nicht die erste Tragödie

Ein Schiff, das sich in einem 400-Meilen-Radius vom Unfallort entfernt befand, werde die Suche fortsetzen. Die chilenische Küstenwache will auch noch weitere Schiffe in der Gegend um Hilfe bitten.

Bereits im Januar war es bei dem Rennen zu einer Tragödie gekommen. Auf der vierten Etappe kam ein Crewmitglied eines chinesischen Fischereischiffs bei einer Kollision mit dem amerikanisch-dänischen Team Vestas 11th Hour Racing ums Leben.

Das 13. Volvo Ocean Race wurde am 22. Oktober im spanischen Alicante gestartet. Nach insgesamt 45.000 Seemeilen und rund acht Monaten sollen die Teilnehmer den Zielhafen Den Haag erreichen.