Seenotretter Teil 2: Die Rettung der „Pippilotta“

Die „Pippilotta“ treibt manövrierunfähig in den Wellen. An Bord: 18 Schüler.

Schwerer Sturm in der Ostsee. Die „Pippilotta“ treibt manövrierunfähig in den Wellen. An Bord: 18 Schüler. Rolf Detlefsen erinnert sich an die Rettung.

Die Wellen sind zu hoch für eine Abbergung, der Rettungskreuzer muss den Dreimaster auf den Haken nehmen – aber wie?  Als wir anfahren, geht ein Ruck durch das Schiff. Die Schleppleine ist gebrochen und saust in die dunkle tobende See. Wir stehen an Deck unseres Rettungskreuzers, der in den Wellen bockt, dass man sich kaum auf den Beinen halten kann, und sehen, wie der Großsegler „Pippilotta“ 50 Meter hinter uns wieder hilflos ins Rollen gerät. Seine Masten neigen sich gefährlich zur Seite. Unser erster Versuch, das havarierte Schiff im Orkan abzuschleppen, ist gescheitert.

In dieser Nacht, im September 1995, erlebe ich einen der schwersten Stürme meines Lebens. Der Wind bläst mit mehr als zwölf Windstärken. Der Horizont gleicht einer Wand aus Wasser. Wir stehen vor einer großen Herausforderung. An Bord der „Pippilotta“ fürchten  18 Jugendliche  um ihr Leben. Wie bringen wir die sicher an Land? Sollen wir das Tochterboot zu Wasser lassen und sie einzeln abbergen?

Viel zu gefährlich, immer wieder so nah an den wild rollenden Segler heranzufahren! Wir  müssen die gebrochene Trosse, die mit einem Ende noch immer am Seenotkreuzer hängt, Meter für Meter einholen und das Manöver von vorn beginnen.

Wir haben zu diesem Zeitpunkt bereits jedes Zeitgefühl verloren, so lange sind wir schon auf See. Noch vor Sonnenaufgang sind wir mit...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo