Als Seehofer über das Jamaika-Scheitern spricht, zeigt sich, warum die Verhandlungen geplatzt sein könnten

Business Insider Deutschland
Von der Leyen und Claudia Roth umarmen sich nach Sondierungsgesprächen

Nach wochenlangen Verhandlungen hat die FDP kurz vor Mitternacht die Jamaika-Sondierungen abgebrochen und damit eine politische Krise in Deutschland ausgelöst. Damit sorgte die FDP für eine Überraschung — auch bei den Sondierungspartnern von Union und Grünen.

Wie innig das schwarz-grüne Verhältnis am Ende war, zeigte sich am Sonntagabend. Nachdem FDP-Chef Christian Lindner mangelndes Vertrauen als Grund für den Rückzug der Liberalen nannte, umarmten sich die Politiker der drei anderen Parteien. Das zeigt vor: Union und Grüne waren sich sehr nah — lediglich die FDP blieb außen vor. 

CSU-Chef Horst Seehofer nannte den Ausstieg der FDP eine Belastung für die Bundesrepublik Deutschland. Eine Einigung sei „zum Greifen nah“ gewesen. Auch den Grünen gegenüber zeigte sich der konservative Politiker sehr nah. Selbst bei der schwierigen Frage der Zuwanderung „wäre eine Einigung möglich gewesen.“ Am Ende seiner Rede bekam Seehofer nicht nur Applaus aus den eigenen Reihen: Auch Grüne — unter anderem Claudia Roth und Jürgen Trittin — klatschten.

Merkel nannte die Grünen-Politikerin Agnieszka Brugger laut einem Bericht der „taz“ „auch so eine Kämpferin“ und bekam dafür eine Umarmung von Claudia Roth. Parteikollege Hofreiter scherzte mit Peter Altmaier und Alexander Dobrindt. Diese Szenen zeigen, dass Grüne und Union in den Sondierungsgesprächen stark zusammengewachsen sind.

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