Sebastian Vettel nach P14: "Sonst werfe ich mir das später vor"

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 3 Min.

Es kommt nicht überraschend, dass Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel im Qualifying in Imola nicht in die Top 10 vorgedrungen ist. Denn zuletzt startete der Deutsche im Juli von einer einstelligen Position in ein Formel-1-Rennen (alle Formel-1-Rennen 2020 im kostenlosen Liveticker verfolgen!). Dieses Mal aber hatte Vettel laut eigener Aussage "ein ganz gutes Gefühl". Es wurde trotzdem nur Platz 14.

Vettel kann sich das nicht erklären und meint: "Letztes Mal hatte ich kein gutes Gefühl, heute ein besseres Gefühl, aber die Performance war mehr oder weniger gleich."

Dabei habe er zum Schluss in Q2 sogar noch etwas mehr riskiert als in den Runden davor, um vielleicht doch noch den Einzug in Q3 sicherzustellen.

Vettel mit Risiko, aber auch mit Fehler

"Deshalb bin ich in der Schikane etwas von der Linie abgekommen", erklärt Vettel. "Da ist ein Platz aufgrund der Track-Limits verloren gegangen. Ich halte es aber für wichtiger, es probiert zu haben. Sonst werfe ich mir das später vor."

Abgesehen von diesem Malheur sei er "relativ zufrieden" gewesen mit seinen Runden in Imola. "Die Rundenzeit hat halt nicht gepasst", sagt Vettel. "Es scheint, als hängen wir gerade einfach auf dieser Position fest."

Tatsächlich hat Vettel in der Saison 2020 bereits drei Mal die 14. Position in der Formel-1-Startaufstellung belegt. Ebenso häufig war er Elfter, am schlimmsten war Monza mit P17.

Ferrari chancenlos im Rennen?

Was Vettel daraus gemacht hat? Gelegentliche Punktepositionen, zum Beispiel gleich vier Mal einen zehnten Platz. Deshalb gibt er sich vor dem Emilia-Romagna-Grand-Prix auch keinen Illusionen hin und witzelt: Gut werde das Rennen höchstens, "wenn jeder vor mir ausfällt", so der Ferrari-Fahrer.

Ernsthaft sagt Vettel: "Es wird schwierig. Wir stehen irgendwo hinten. Von da ist es sehr schwierig, Positionen gutzumachen. Überholen ist auch nicht einfach. Es kommt halt darauf an, ob wir im Rennen ein gutes Auto haben und wie wir die Reifen behandeln. Dann sehen wir weiter." Eine konkrete Ansage aber bleibt aus.

Sebastian Vettel, Ferrari SF1000

Sebastian Vettel, Ferrari SF1000<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Sebastian Vettel, Ferrari SF1000Mark Sutton / Motorsport Images

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Sebastian Vettel, Ferrari SF1000

Sebastian Vettel, Ferrari SF1000<span class="copyright">Steven Tee / Motorsport Images</span>
Sebastian Vettel, Ferrari SF1000Steven Tee / Motorsport Images

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Charles Leclerc, Ferrari SF1000

Charles Leclerc, Ferrari SF1000<span class="copyright">Charles Coates / Motorsport Images</span>
Charles Leclerc, Ferrari SF1000Charles Coates / Motorsport Images

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Charles Leclerc, Ferrari SF1000

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Charles Leclerc, Ferrari SF1000Steven Tee / Motorsport Images

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Sebastian Vettel, Ferrari SF1000

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Sebastian Vettel, Ferrari SF1000, Charles Leclerc, Ferrari SF1000

Sebastian Vettel, Ferrari SF1000, Charles Leclerc, Ferrari SF1000<span class="copyright">Charles Coates / Motorsport Images</span>
Sebastian Vettel, Ferrari SF1000, Charles Leclerc, Ferrari SF1000Charles Coates / Motorsport Images

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Sebastian Vettel, Ferrari SF1000<span class="copyright">Andy Hone / Motorsport Images</span>
Sebastian Vettel, Ferrari SF1000Andy Hone / Motorsport Images

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Sebastian Vettel, Ferrari SF1000

Sebastian Vettel, Ferrari SF1000<span class="copyright">Steven Tee / Motorsport Images</span>
Sebastian Vettel, Ferrari SF1000Steven Tee / Motorsport Images

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Auch sein Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc setzt sich für Sonntag kein klares Ziel, nachdem er Vettel zum zehnten Mal in Folge im Qualifying besiegt hat, um über drei Zehntel. Und Leclerc sagt auch: "Ich bin nicht völlig zufrieden mit P7. Vor allem, wenn ich den Abstand auf P4 sehe."

Leclerc hadert mit Q3-Leistung

Knapp eine Zehntelsekunde fehlt Leclerc auf den viertplatzierten Pierre Gasly im AlphaTauri. Und Leclerc glaubt: Das wäre vielleicht noch drin gewesen im Ferrari SF1000. "Am Ende hatte ich mehr erwartet", räumt er ein, "aber so ist es jetzt."

"Wir waren heute nicht so konkurrenzfähig wie gewünscht, doch das Rennen ist morgen und dann werden die Punkte verteilt. Ich werde versuchen, mein Möglichstes zu tun."

Dass er im ersten Stint mit Soft-Reifen fahren müsse, "mag nicht so einfach werden", sei aber dem Ferrari-Speed im Qualifying geschuldet, so erklärt Leclerc: "Wir waren nicht so zuversichtlich wie in Portimao, also haben wir Soft genommen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.