Scott Redding: "Wenn es nichts gibt, dann gibt es nichts"

Sebastian Fränzschky
Aprilia bietet Scott Redding weiterhin die Rolle des Testfahrers an – Der Brite möchte sich mit der Entscheidung Zeit lassen und nicht in Panik verfallen

In der Startaufstellung der MotoGP wird Scott Redding in der kommenden Saison fehlen. Der Brite, der 2014 in die Königsklasse kam, wird bei Aprilia durch Andrea Iannone ersetzt. Redding könnte bei Aprilia Testfahrer sein, doch der 25-Jährige möchte noch nicht die Rolle des Reservisten einnehmen und lieber Rennen fahren.

Beim vergangenen Grand Prix auf dem Sachsenring bestätigte Redding, dass es mit Blick auf 2019 keine konkreten Angebote gibt. "Es gibt keine Neuigkeiten", bemerkt er. "Es sind einige Türen zugefallen. Im Moment habe ich nichts in der Hand." 

Der zweite Platz im neuen SIC-Yamaha-Team wäre für Redding eine Chance gewesen, doch offensichtlich hat man sich auf Fabio Quartararo geeinigt. Droht Redding bereits mit 25 Jahren die MotoGP-Rente? "Ich bin nicht in Eile oder habe Panik. Wenn es nichts gibt, dann gibt es nichts", kommentiert er gelassen.

"Aprilia teilte mir zu spät mit, dass ich raus bin. Sie sagten immer: 'Die Chancen stehen gut, dass du bleibst. Wir mögen deine Arbeitsweise.' Das nächste, was ich mitbekam, war die Verpflichtung von Iannone", schimpft der Brite.

Aprilia-Rennleiter Romano Albesiano bietet Redding weiterhin die Rolle des Testfahrers an. Auch Aleix Espargaro wünscht sich, dass Redding bleibt. "Wir haben es ihm angeboten, weil er gut arbeitet und wir ihn als Person mögen. Aber er ist jung und will Rennen fahren. Sollte er Testfahrer werden wollen, dann wäre es für ihn und für uns eine gute Gelegenheit", so Albesiano im Gespräch mit 'MotoGP.com'.