Schwimmerin Elena Krawzow: Ärger nach 'Playboy'-Shooting

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Schwimmstar Elena Krawzow fehlt noch die Goldmedaille im Portfolio ihrer perfekten Sportkarriere.

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Im Laufe ihrer eindrucksvollen Schwimmkarriere hat Elena Krawzow (27) fast alle wichtigen Preise gewonnen gewonnen und Weltrekorde aufgestellt. Dennoch fehlt der Weltmeisterin und mehrfachen Europameisterin im 100m Brustschwimmen noch ein wichtiger Schritt zum Glück: "Mir fehlt eben noch diese Goldmedaille bei paralympischen Spielen - ich bin eine Perfektionistin, für mich selbst wäre das schon sehr wichtig", erklärt Elena im Interview mit der 'Abendzeitung'. Bei den Paralympics 2012 in London konnte sie über 100m Brust bereits die Silbermedaille gewinnen.

Elena Krawzow hat ein schweres Pandemie-Jahr hinter sich

Nachdem Olympia und die Paralympics aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben wurden, fiel Elena in ein Motivationsloch. Deshalb war dieses Jahr das mental schwerste für die Schwimmerin. Gemeinsam mit einer Mentaltrainerin schaffte sie aber, sich auf diesem Loch wieder herauszuholen." Ja, denn man muss eben nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf für den Tag X perfekt vorbereitet sein. Außerdem ist es ja ein enormer Druck, der da von außen auf einen einwirkt, von der Familie, von Menschen, die das sicher gar nicht böse meinen. Aber wenn dir jeder schreibt 'Hol Gold, Elena!' dann musst du damit auch erstmal lernen, umzugehen", berichtet sie.

'Playboy'-Shooting gab ihr positive Energie

Für zusätzliche Motivation während der Pandemie sorgte aber auch etwas ganz anderes: 2020 ließ Elena als erste sehbehinderte Athletin die Hüllen für den 'Playboy' fallen. Das Shooting war für die Schwimmerin "ein Segen, weil ich dadurch eine Ablenkung, ein paar Glücksmomente und auch wieder Erfolgsmomente hatte. Mein Instagram-Account ist in dieser Zeit explodiert, so viele Menschen haben mir geschrieben. Für mich war das positive Energie."

Und obwohl ihre Familie dagegen war ist sie stolz auf diesen Schritt. "Ich komme ja ursprünglich aus Kasachstan, das ist ein muslimisches und sehr konservatives Land. Teile meiner Familie sprechen bis heute nicht mit mir. Aber die Botschaft, die hinter diesen Fotos steckt, war mir viel wichtiger, als was Teile meiner Familie darüber denken. Ich glaube, dass ich vielen Menschen damit Mut und Kraft gegeben habe. Und das macht mich stolz, dass ich diesen Schritt für die Welt gewagt habe", so Elena Krawzow.

Bild: Jens Buettner/picture-alliance/Cover Images

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