Schwimmen: Lisa Graf – eine Berlinerin auf Rekordkurs

Die Berlinerin Lisa Graf will bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Budapest ins Finale – und setzt auf besondere Methoden.

Berlin/Budapest.  Eigentlich sei sie keine besonders abergläubige Person. Aber die türkis lackierten Nägel müssten schon sein, sagt Lisa Graf. Schließlich haben sie ihr schon mehrfach Glück gebracht, zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin: Dort hatte die Schwimmerin vor einem Monat über 200 Meter Rücken nicht nur ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen können. In 2:07,63 Minuten hatte Graf außerdem einen neuen deutschen Rekord aufgestellt. 67 Hundertstel schneller als die bisherige Bestmarke von Jenny Mensing aus dem Jahr 2012.

"Nach dem Vorlauf war ich mir sicher, dass ich die WM-Norm unterbieten würde. Aber dass es am Ende so schnell werden würde, hätte ich nie gedacht", sagt die Sportlerin der SG Neukölln. Auch über 100 Meter Rücken holte sie den Titel.

Nur eine von insgesamt vier deutschen Startern

Als einzige Berlinerin hat sich Lisa Graf für die aktuell laufenden Weltmeisterschaften in Budapest qualifiziert. Am Mittwoch steigt sie ins Becken. Es sind überhaupt nur vier deutsche Schwimmerinnen am Start. Graf ist zudem eine von nur drei Startern des insgesamt 14-köpfigen DSV-Teams, die tatsächlich die harte WM-Norm des Verbands unterbieten konnten und nicht nur dank der leichteren U23-Norm oder ausschließlich für die Staffel nominiert wurden.

"Gerade meine Bezugspersonen aus der Vergangenheit fehlen dieses Mal: Dorothea Brandt, Vanessa Grimberg und Sarah Köhler", sagt sie. Dass sie gerne liest, am liebsten Thriller, ist bekannt. Doch dieses Mal wird Graf mangels Gesell...

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