Schwimmen: Es gibt nicht genug Personal für alle Kölner Bäder

Hallen werden zulasten der Freibäder geschlossen – Gute Saison bislang

Die Freibad-Saison verläuft für die Kölnbäder GmbH bislang wie am Schnürchen. Schon jetzt hätten sich rund 100.000 Besucher mehr als im vergangenen Jahr in den sieben Freibädern des zum Kölner Stadt-Werke-Konzerns gehörenden Unternehmens getummelt, sagt Marc Riemann, Leiter des Bäderbetriebsmanagements.

Weitaus kürzere Öffnungszeiten haben an besonders heißen Tagen dafür das Wahnbad, das Chorweilerbad, das Rodenkirchenbad und das Genovevabad in Mülheim – allesamt reine Hallenbäder.

Um die Sicherheit der Freibad-Gäste zu gewährleisten, werde das Personal von dort bei großer Hitze in die verschiedenen Außenbereiche abgezogen, so Riemann. In dieser und der vergangenen Woche machte das Chorweilerbad zum Beispiel mehrfach schon ab der Mittagszeit dicht. Der Schul- und Vereinssport sei davon allerdings nicht betroffen, so Riemann.

Hallenbäder wenig genutzt

Das Personal wurde derweil im Stadionbad und Ossendorfbad zur Verstärkung der dortigen Teams eingesetzt. Was für Chorweilerbad-Stammgäste wie Edelgard Nettersheim „nicht mehr verständlich“ ist, begründet Riemann mit der „Bedarfsorientierung“ und wirtschaftlichen Erwägungen: Während im Stadionbad an heißen Tagen 5000 Menschen Abkühlung suchten, sei in den Hallenbädern kaum noch etwas los.

Manchem Badegast reichen hingegen auch die Öffnungszeiten der Freibäder nicht aus. Das Stadionbad öffnet unter der Woche erst um 13 Uhr, am Wochenende allerdings um 10 Uhr. Dasselbe gilt für den Lentpark. In letzterem werde die Zeit vor Öffnung für Pflegearbeiten gebraucht, sagt Riemann: „Bei diesen Temperaturen ist die Algenblüte stark.“

Dafür werde es bei Hitze teils auch montags geöffnet. Im Stadionbad werde währenddessen in der Vorsaison nur im Ein-Schicht-Betrieb gearbeitet, also von 13 bis 20 Uhr. Das reiche außerhalb der Ferien auch aus, sagt Riemann. Schließlich gebe es in Zollstock oder Zündorf frühere Freibadangebote.

Für Angela Becker aus Sülz ist das keine Alternative. Für sportliche Schwimmer sei das Stadionbad „einfach herrlich“, andere Bäder für sie zu weit entfernt. „Ich weiß, dass sich viele darüber wundern, dass das Stadionbad erst um 13 Uhr öffnet“.

Marc Riemann verweist auf die begrenzten Ressourcen: „Die Personalsituation hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verschlechtert.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta