Schwimm-WM: Wunram verpasst auch Medaille über fünf Kilometer

SID
Schwimm-WM: Wunram verpasst auch Medaille über fünf Kilometer

Auch im vierten WM-Rennen im Plattensee sind die deutschen Freiwasserschwimmer leer ausgegangen. Olympia-Hoffnung Finnia Wunram schwamm über fünf Kilometer als Elfte am Podest vorbei. Der 21-Jährigen fehlten im Ziel am Yachthafen von Balatonfüred knapp 21 Sekunden zu Bronze. Vor zwei Jahren in Kasan hatte die Magdeburgerin noch den dritten Platz erreicht.
Gold ging nach 59:07,00 Minuten an die Amerikanerin Ashley Twichell vor 10-km-Weltmeisterin Amelie Muller aus Frankreich und der Brasilianerin Ana Marcela Cunha. WM-Debütantin Leonie Beck (Würzburg) landete mit 2:19,40 Minuten Rückstand auf dem 24. Platz.
"Zufrieden bin ich nicht", sagte Wunram, "ich hatte mir schon ein bisschen mehr erhofft. Eigentlich habe ich mich ganz gut gefühlt. Ich weiß auch nicht genau, woran es gelegen hat." Bundestrainer Stefan Lurz zog nach vier von sieben WM-Rennen eine ernüchternde Zwischenbilanz: "Die Lücke zur Weltspitze ist größer als gedacht. Wenn wir den Ruf, den wir international haben, behalten wollen, müssen wir im nächsten Jahr eine Schippe draufpacken."
Über zehn Kilometer hatte Wunram mit Platz sieben vielversprechende Perspektiven für Olympia 2020 aufgezeigt. Bei den Sommerspielen in Tokio wird nur über diese Distanz geschwommen. Die ersten Zehn der WM 2019 qualifizieren sich direkt. Vor zwei Jahren in Kasan hatten die deutschen Langstreckenschwimmer insgesamt vier WM-Medaillen gewonnen. Die größte Chance auf Edelmetall hat am Donnerstag die Staffel über 4x1,25 km, in der auch Wunram an den Start geht.