Schwimm-WM: Katie Ledecky – Schwimmerin von einem anderen Planeten

Die erst 20 Jahre alte Katie Ledecky dominiert im Moment die Schwimmwelt, lebt aber noch in einem Doppelzimmer an der Universität

Budapest.  Von den Sehenswürdigkeiten der Stadt Budapest hat Katie Ledecky noch nichts gesehen. Aber die 20-Jährige, die jetzt mit zwölf Titeln die erfolgreichste Schwimmerin der WM-Geschichte ist und damit Missy Franklin abgelöst hat, ist auch nicht als Touristin nach Ungarn gekommen. Einschwimmen, die 1500 Meter Freistil gewinnen, ausschwimmen, die US-Hymne singen, das Halbfinale über 200 Meter Freistil gewinnen, ausschwimmen – so sah der Dienstagabend der Katie Ledecky in der Duna Arena aus.

Und als sie dann nach Abgabe ihrer Dopingprobe mit 75-minütiger Verspätung den Journalisten aus aller Welt Rede und Antwort stand, wirkte sie nach den Strapazen des Tages noch ein wenig blasser als ohnehin schon. Vielleicht hatten die Rennen doch viel Kraft gekostet. Im Finale über 200 Meter Freistil schlug Ledecky in 1:55,18 Minuten vor 12.000 Zuschauern nur als Zweite hinter Italiens Superstar Federica Pellegrini (1:54,73) an. WM-Gold Nummer 13 wird Ledecky aber wohl trotzdem noch gewinnen, denn mit der langen US-Freistilstaffel und über 800 Meter Freistil geht sie als haushohe Favoritin an den Start.

"Katie kommt von einem anderen Planeten", sagte die Spanierin Mireia Belmonte, nachdem sie über 1500 Meter Freistil 19 Sekunden hinter der Außerirdischen angeschlagen hatte. Und Sie fügte hinzu: "Deshalb ist Silber für mich wie Gold." Ledecky selbst macht aus ihren Erfolgen kein großes Ding. Sie wirkt wie ein Anti-Star, Glamour ist nicht ihre Sache. "Ich weiß, dass ich im Training meine Arbeit für d...

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