Schwester und Eltern tot : Überlebende Berlinerin schildert Horror-Unfall in Namibia

Der Unfall nahe der namibischen Küstenstadt Swakopmund hatte in Namibia für großes Aufsehen gesorgt. Rechts der Wagen des nun wegen sechsfachen Mordes angeklagten Jandré D., links hinten der Mietwagen der Berliner Familie

Der Augenblick, der Carolina B.s* Familie auslöschte, dauerte einen Wimpernschlag. Die damals 16-jährige Berlinerin war im Urlaub mit ihren Eltern und ihrer Schwester in Namibia. In einem Ford Ranger fuhren sie am 29. Dezember 2014 auf der Küstenstraße C34 Richtung Swakopmund. Carolina saß hinter ihrem Vater, der den Rechtslenker steuerte und neben der Mutter saß. Neben Carolina saß ihre Schwester, mit der sie gerade sprach, als sie plötzlich und für einen Sekundenbruchteil die Front eines Autos vor sich sah. Das hatte, so die Anklage, mit stark erhöhter Geschwindigkeit zu einem fatalen Überholmanöver angesetzt.

Am Steuer saß Jandré D. Offenbar auf einer leichten Anhöhe trafen sich die beiden Fahrzeuge. Carolina hörte, so schilderte sie laut namibischer Zeitung "Informanté" im Swakopmunder Gerichtssaal in der vorvergangenen Woche, wie einer ihrer Angehörigen plötzlich erschrocken einatmete. Ihr Vater habe noch versucht, das Lenkrad ein Stück nach rechts zu reißen. Die letzte Aktion in seinem Leben. Praktisch ungebremst krachte der Cruiser in das Auto der Familie.

Der Aufprall war so heftig, dass beide Autos sofort Feuer fingen. Der andere Wagen hatte den Ford wegen des versuchten Ausweichmanövers schräg seitlich getroffen."Vielleicht war es sein Instinkt. Ich glaube, mein Vater hat mir an dem Tag das Leben gerettet", sagt Carolina nun rund zweieinhalb Jahre später vor Gericht in Swakopmund, wie die "Namib Times" berichtet. Ihr Vater sei sehr vorsichtig gefahren. "Es herrschte s...

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