Schwesig mahnt zu schnellen Booster-Impfungen gegen Corona

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BERLIN (dpa-AFX) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat schnelle Corona-Auffrischimpfungen vor allem für ältere Menschen angemahnt. "Die Booster-Impfung muss jetzt wirklich schnell sein. Es ist sehr gefährlich gerade für die Älteren auch in den Heimen, und da muss unser Schwerpunkt drauf liegen", sagte Schwesig am Sonntag im "Bericht aus Berlin" der ARD.

Sie warnte davor, die Pandemie jetzt zu unterschätzen. "Corona ist nach wie vor da. Und Corona ist nach wie vor eine Pandemie mit nationaler Tragweite." Deshalb hätte sie sich auch gewünscht, dass die jetzige Rechtsgrundlage verlängert werde. Die gesetzliche Sonderlage wegen der Corona-Pandemie soll nach Plänen der möglichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP zum 25. November enden. Für eine Übergangszeit bis zum 20. März 2022 soll stattdessen eine neue rechtliche Basis für Corona-Vorgaben geschaffen werden.

Schwesig mahnte: "Es darf jetzt nicht die Botschaft sein, es ist alles nicht so schlimm, sondern wir müssen weiter deutlich machen, Corona ist ernst zu nehmen, insbesondere von denjenigen, die sich nicht haben impfen lassen." Corona-Infektionen träfen jetzt vor allem die Nicht-Geimpften. "Und es sind auch die Nicht-Geimpften, die bei uns ein zehnfach höheres Risiko haben, eben auf die Intensivstationen zu kommen mit allen entsprechenden Folgen."

Schwesig sagte, wenn es notwendig erscheine, dass Bund und Länder sich treffen, dann solle das auch gemacht werden, unabhängig davon, welche Regierung künftig im Amt sei. "Corona ist eine gemeinsame nationale Aufgabe, und die haben wir immer parteiübergreifend gelöst." Am Wochenende hatten etwa der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), CSU-Chef Markus Söder und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach einen Gipfel von Bund und Ländern zu Corona gefordert.

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