Schweres Unwetter: Berlin nach der Flut - die große Bilanz

Die Feuerwehr zählte mehr Einsätze als zu Silvester. Behörden warnen vor dem Baden und der Schiffsverkehr wurde eingestellt.

Die Berliner Wasserbetriebe sprechen vom "Jahrhundertregen", die Berliner Feuerwehr vom längsten Großeinsatz seit 15 Jahren, viele Berliner blieben im Verkehr stecken oder kämpften gegen vollgelaufene Keller: Extreme Regenmengen legten ab Donnerstagmittag den Verkehr in und um Berlin in weiten Teilen lahm. Binnen 18 Stunden sei in Berlin die Regenmenge eines Vierteljahres gefallen, sagte Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Solche Ereignisse wiederholten sich statistisch gesehen nur alle 100 Jahre.

Ausnahmezustand Erst am Freitag um 15 Uhr wurde bei der Berliner Feuerwehr der Ausnahmezustand beendet. Insgesamt gab es bis dahin 1830 wetterbedingte und noch einmal etwa 1300 andere Einsätze. Damit musste die Feuerwehr öfter ausrücken als in der Silvesternacht. Das große Rückgrat der Berufsfeuerwehr waren die Freiwilligen Feuerwehren. Von etwa 1500 ehrenamtlichen Helfern meldeten sich 600 zum Dienst. Hinzu kamen noch einmal mehr als 100 Kräfte vom Technischen Hilfswerk. Ab Donnerstagmittag bis zum frühen Freitagmorgen waren die 60 Leitungen in der Rettungsleitstelle über mehrere Stunden ausgelastet. "Die Kollegen haben am Limit gearbeitet", sagte Hauptbrandmeister Sven Gerling der Berliner Morgenpost.

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Regenmengen Kollegen meldeten sich freiwillig zum Dienst, um die Flut an Anrufen abarbeiten zu können. Laut Feuerwehr fielen in Berlin durchschnittlich 120 Liter Regen pro Qua­dratmeter. Die größten wetterbedingten Einsätze: Bei einem Haus an der Bismar...

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