Schweres Erdbeben der Stärke 8,0 erschüttert den Süden Mexikos

Menschen in Mexiko-Stadt laufen nach dem Erdbeben auf die Straße

Bei dem schweren Erdbeben im Süden Mexikos sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Todesfälle seien im südlichen Bundesstaat Chiapas gemeldet worden, teilte Innenminister Miguel Angel Osorio Chong am Freitag mit.

Laut mexikanischem Innenministerium hatte das Beben eine Stärke von 8,4. Die US-Erdbebenwarte USGS hatte zunächst eine Stärke von 8,0 gemeldet, stufte den Erdstoß später aber auf 8,1 hoch. Demnach wurde das Beben rund hundert Kilometer vor der Küste des Bundesstaats Chiapas im Pazifik registriert.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, "die Richtlinien des Zivilschutzes" seien aktiviert worden. Der Koordinator des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, sagte dem Sender Televisa, es habe sich um ein starkes Beben gehandelt, bislang seien ihm aber keine Schäden gemeldet worden.

Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung für die Küsten mehrerer Länder in der Region aus. Für Mexiko wurden Wellen von mehr als drei Metern vorhergesagt.

Mexiko war im September 1985 von einem Erdbeben der Stärke 8,1 erschüttert worden. Dabei wurden große Teile der Hauptstadt Mexiko-Stadt zerstört, mehr als 10.000 Menschen kamen ums Leben. Nach der Naturkatastrophe verschärften die Behörden die Bauvorschriften und führten ein Warnsystem ein.

Das Beben vom späten Donnerstagabend war auch in Mexiko-Stadt zu spüren. Dort liefen Menschen auf die Straßen, als sie die Alarmsirenen für die Erdbebenwarnung hörten.