Schwere Zusammenstöße bei Protesten in Nepal

Tausende protestieren in Kathmandu

Bei regierungskritischen Protesten in Nepal sind Dutzende Menschen verletzt worden. Bei der Demonstration in der Hauptstadt Kathmandu setzte die Polizei am Samstag Tränengas und Schlagstöcke ein und verletzte Demonstranten, wie ein AFP-Reporter beobachtete. "Wir protestieren gegen das autoritär anmutende Verhalten der Regierung", sagte der Chef der Jugendorganisation der Oppositionspartei Nepali Congress, Bhupendra Jung Shahi, der Nachrichtenagentur AFP.

Tausende Menschen stellten sich mit dem Protest hinter den Arzt Govinda KC, der sich seit mehr als drei Wochen im Hungerstreik befindet und eine bessere Gesundheitsvorsorge in dem armen Land verlangt. Konkret geht es um einen Gesetzesvorschlag, der von KC unterstützte Beschlüsse unter anderem zur Arztausbildung wieder rückgängig machen soll. Am Sonntag schlossen sich etwa hundert Menschen dem Arzt im Hungerstreik an.

Von seinen Unterstützern wird der Mediziner sehr verehrt, der 61-Jährige ist landesweit für seine wohltätige Arbeit bekannt. In den vergangenen sechs Jahren trat er bereits 15 Mal in den Hungerstreik, um in der Gesundheitspolitik Druck auf die Regierung auszuüben.