Schwere Vorwürfe: So reagiert Sat.1 auf Ikke Hüftgolds Anschuldigungen

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Ikke Hüftgolds (44) Kritik stößt auf offene Ohren. Der Sänger sollte an der Reality Show 'Plötzlich arm, plötzlich reich' teilnehmen. Doch was er gleich am ersten Drehtag feststellte, verschlug ihm den Atem. Außer sich vor Wut wandte er sich mit schweren Vorwürfen gegen Sat.1 an die Öffentlichkeit.

Ikke Hüftgold geht an die Öffentlichkeit

In der Sendung sollte Ikke für einen Zeitraum sein Leben mit dem eines Geringverdieners tauschen. Auf Instagram berichtet der Musiker, was ihm am ersten Tag in der Tauschfamilie sofort auffiel: "In der Wohnung hing ein Kalender, der die letzten sechs Monate der Familie dokumentierte. Jedes Familienmitglied hatte seine eigene tägliche Spalte. Die zwei jüngsten Kinder sowie die Mutter befinden sich laut Eintragungen auf diesem Kalender in psychologischer Behandlung. Ich greife jetzt schon vorweg, dass später herauskam, dass die Produktion über die Behandlung der Kinder Bescheid wusste." Ikke wirft Sat.1 und der Produktionsfirma Imago TV vor, die Traumata ignoriert und sich allein auf die Aussagen der sich ebenfalls in Behandlung befindlichen Mutter verlassen zu haben.

Sat.1 will Zusammenhänge aufarbeiten

Dass man die Kinder dennoch in die Öffentlichkeit gezogen habe, sei "rechtlich und moralisch gesehen" verwerflich, so Ikke: "Dass ich dann vor laufender Kamera erfuhr, dass die Kinder in der Vergangenheit durch ihren eigentlichen Vater schwerste Kindesmisshandlungen erlitten haben sollen, führte von meiner Seite zum sofortigen Abbruch der Dreharbeiten." In seinem 18 Minuten langen Video geht Ikke Hüftgold noch weiter ins Detail. Die Vorwürfe wiegen schwer. Sat.1 bedankte sich in einem Statement dafür, dass der Sänger sie auf die Missstände hingewiesen habe: "Unmittelbar nachdem wir seine Mail erhalten haben, haben wir begonnen, mit der Produktionsfirma und der Familienhilfe zu reden, um der Familie zu helfen und um die Zusammenhänge aufzuarbeiten." Der Sender werde keine einzige Sekunde dieser Sendung ausstrahlen.

Bild: picture alliance/dpa | Henning Kaiser