Schwere Randale überschatten EL-Quali

Vor dem Qualifikationsspiel zur UEFA Europa League (LIVE im TV auf SPORT1) zwischen dem FC Luzern und NK Osijek ist es am Donnerstag in der schweizerischen Stadt zu schweren Ausschreitungen gekommen. Anhänger von Luzern und Osijek gingen mehrmals aufeinander los.

Wie die Luzerner Zeitung berichtet, kam es am Nachmittag vor dem Fanlokal des FC Luzern zu Schlägereien zwischen beiden Fangruppen. Eine Augenzeugin berichtete, dass zunächst ungefähr 40 kroatische Anhänger provoziert hätten. Als dann cirka 30 Luzern-Fans aus dem Lokal kamen, sei die Situation eskaliert. "Von einem Augenblick auf den anderen haben sie einander angegriffen", sagte die Zeugin.

Stühle und Glasflaschen fliegen

Die Randalierer hätten sich nicht nur mit Fäusten geschlagen, sondern auch Glasflaschen und Eisenstangen benutzt. Auf einem Video ist zu erkennen, dass auch Stühle und Mülltonnen als Waffen hergehalten haben.

Nachdem die Polizei die Krawalle zunächst beenden konnte, kam es einige Zeit später erneut zu Prügeleien. Eine Person, die einschreiten wollte, habe eine Schürfwunde erlitten. Nach Informationen der Luzerner Zeitung wurden sechs Personen verhaftet.

Aberdeen-Fans in Bosnien attackiert

Bereits am Mittwoch kam es im Vorfeld des UEFA-Europa-League-Spiels zwischen Siroki Brijeg und dem FC Aberdeen zu unschönen Szenen. Nach Angaben der BBC wurden Aberdeen-Fans im bosnischen Mostar vor einem Pub von maskierten Männern angegriffen.

Dabei seien Baseballschläger und Metallplatten zum Einsatz gekommen. Einem Augenzeuge zufolge sei ein Aberdeen-Fan schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Angreifer waren offenbar Fans eines rivalisierenden Klubs von Siroki Brijeg.

Fußball gespielt wurde bei beiden Begegnungen dennoch. Der FC Luzern schied trotz eines 2:1-Sieges im Rückspiel gegen NK Osijek aus. Die Kroaten hatten das Hinspiel mit 2:0 gewonnen.

Der FC Aberdeen gewann das Rückspiel gegen Siroki Brijeg mit 2:0 und steht nach dem 1:1 im Hinspiel in der dritten Quali-Runde.