Schweizer Großbank UBS erzielt wegen US-Steuerreform 2017 niedrigeren Gewinn

Die Schweizer Großbank UBS hat wegen der US-Steuerreform im vergangenen Jahr deutlich niedrigere Gewinne erzielt als im Vorjahr

Die Schweizer Großbank UBS hat wegen der US-Steuerreform im vergangenen Jahr deutlich niedrigere Gewinne erzielt als im Vorjahr. Wie das Finanzinstitut am Montag erklärte, fiel der Gewinn 2017 mit 1,16 Milliarden Schweizer Franken (rund 900 Millionen Euro) um 63 Prozent niedriger aus als im Jahr zuvor. Grund dafür sei vor allem ein Verlust im vierten Quartal des Jahres.

Ohne die Effekte der vor Weihnachten verabschiedeten Steuerreform in den USA hätte die Bank im vierten Quartal statt eines Verlusts von 2,2 Milliarden Franken einen Gewinn von 641 Millionen Franken gemacht, rechnete die UBS vor. Stattdessen musste die UBS im Zusammenhang mit den neuen Steuergesetzen im vierten Quartal einmalig fast 2,9 Milliarden Franken abschreiben.

Die Senkung der Körperschaftsteuer in den USA soll den Unternehmen zugute kommen - auf die Bilanzen vieler Firmen hat die Änderung aber kurzfristig negative Effekte. Steuerrückerstattungen werden verschoben und können so nicht sofort verrechnet werden. Auch zahlreiche US-Banken mussten wegen dieses Effekts Verluste im vierten Quartal verbuchen.