Schweizer Bank führt digitales Sparschwein für Kinder unter zwölf Jahren ein

Die zweitgrößte Bank der Schweiz, Credit Suisse, hat am Dienstag ein digitales Sparschwein vorgestellt, das Kindern unter zwölf Jahren ihre eigene Finanzplanung im kleinen Rahmen ermöglichen soll

In der Schweiz können Kinder künftig auf ganz neue Art mit dem Sparen anfangen: Die zweitgrößte Bank des Landes, Credit Suisse, stellte am Dienstag ein Sparschwein vor, das Kindern unter zwölf Jahren mithilfe von Apps ihre eigene Finanzplanung im kleinen Rahmen ermöglichen soll. Mit dem digitalen "Sparsäuli" können sich die Kinder demnach Sparziele setzen und sogar eine eigene Bankkarte erhalten, wenn sie älter als sieben Jahre alt sind.

Die Eltern bleiben dabei natürlich nicht außen vor: Sie sollen das tägliche Limit für die Ausgaben der Kinder bestimmen können und jedes Mal informiert werden, wenn ihr Kind Geld ausgibt. Sollten sie mit einer finanziellen Entscheidung des Kindes nicht einverstanden sein, können sie die Überweisungen der Bank zufolge auch zurückziehen.

Das alles soll über elektronische Anwendungen, sogenannte Apps, funktionieren, die über WLAN mit dem Sparschwein verbunden werden können - eine für das Kind und eine für die Eltern. Dennoch kann das Sparschwein nach Angaben der Bank auch noch ganz traditionell mit Münzen bestückt werden. Taschengeld kann es demnach allerdings nicht ausspucken, aber überweisen.

Die Bank erklärte am Dienstag, eine von ihr in Auftrag gegebene Studie habe ergeben, dass 90 Prozent aller Eltern wollten, dass ihr Kind im digitalen Zeitalter den Umgang mit Geld erlernt. Das Produkt mit dem Namen "Viva Kids" soll im September auf den Markt kommen.