Schweine mit Mission: Flughafen Amsterdam startet Pilotprojekt

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Am Amsterdamer Flughafen Schiphol grasen Schweine zwischen den Start- und Landebahnen. Ihre Mission: Vögel fernhalten, damit diese nicht mit den Flugzeugen kollidieren.

Josse Haarhuis ist der Landwirt, dem die Schweine gehören. "Ihre Anwesenheit reicht, um die Gänse davon abzuhalten, hier auf dem Feld zu landen", sagt er. "Die Schweine essen die Ernterückstände. Wenn die weg sind, gibt es für die Gänse kein Futter mehr und deswegen auch keinen Grund, hierher zu kommen."

Flugzeuge müssen nach Kollisionen oft überprüft werden

Besonders problematisch ist es, wenn Vögel in die Turbinen fliegen. Offiziellen Statistiken zufolge kommen auf 10.000 Flugbewegungen fast sieben Zusammenstöße mit Vögeln. Meistens haben diese keine Konsequenzen, so Flughafensprecherin Willemeike Koster: "Aber manchmal muss das Flugzeug nach Schiphol zurück, um überprüft zu werden oder für kleine Reparaturen. Das ist natürlich ärgerlich für die Passagiere und Fluglinien."

Die 20 Schweine grasen auf zwei Hektar zwischen zwei Start- und Landebahnen, auf denen vor Kurzem Zuckerrüben geerntet wurden. Das Ganze ist ein Pilotprojekt, bisher werden die Vögel von Menschen verjagt.

Laser gegen Vögel

Koster: "Wir haben 20 Kollegen, die 24 Stunden am Tag damit beschäftigt sind, die Start- und Landebahnen von Vögeln zu befreien. Dazu benutzen sie zum Beispiel ein grünes Laserlicht, das die Vögel verschreckt."

In ein paar Wochen soll der Vogelbestand auf dem Flughafen mit einem besonderen Radargerät überprüft werden. Aber Bauer Haarhuis hat bereits jetzt ein gutes Gefühl: "Bisher können wir sehen, dass die Schweine viele Vögel verjagen. Es gibt nur noch wenig Gänse, die die größte Gefahr sind. Ich würde es als Erfolg bezeichnen."

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