Schwedischer Aufräumtrend: Das steckt hinter „Death Cleaning“

Ausmisten kann glücklich machen – wenn man weiß, wie. (Bild: ddp Images)

Schwedisches Interior-Design ist bekannt für seine Schlichtheit und Struktur. Jetzt folgt ein Trend, der abseits von Möbeln für Klarheit sorgen soll: Es geht ums Aufräumen.

Lifestyle-Trends gibt es zuhauf – doch rund ums Thema Putzen sind die Hypes relativ rar gesät. Doch die schwedische Buchautorin Margareta Magnusson macht ein Konzept jetzt der breiten Masse zugänglich: Der von ihr beschriebene Putztrend richtet sich vor allem an die Generation 50+: Das „Death Cleaning“.

Übersetzt bedeutet dies in etwa „Todes-Putz“ und es geht darum, im mittleren Alter von Dingen loszulassen. Dabei sollen keine alten Sachen wahllos weggeworfen werden, sondern es soll genau selektiert werden, welche Gegenstände wirklich relevant sind. Am Ende sollen nur noch die Sachen zum Hausstand gehören, die einen wirklich glücklich machen.

Magnusson hat diese Idee in ihrem Buch „The Gentle Art of Swedish Death Cleaning“, das Ende September erschien, genauer beschrieben. Und sich auch in Interviews dazu geäußert: „Es geht es nicht um Abstauben oder Aufwischen“, erklärte Magnusson der australischen Wochenzeitung „The Chronicle“, „sondern um eine dauerhafte Form der Organisation, die das Alltagsleben erleichtert.“

Sie selbst habe mit einer einjährigen Aufräumaktion begonnen, als ihr Ehemann gestorben war und sie in eine kleinere Wohnung zog. So habe Magnussen bemerkt, wie gut es ihr tat, Dinge auszusortieren – auch, weil sie wusste, dass sich ihre Kinder nach ihrem Tod nicht um unzählige Gegenstände würden sorgen müssen. In Schweden gibt es das Phänomen unter dem Namen „döstädning“ schon länger – vielleicht wird der „Alters-Putz“ auch in Deutschland zum Trend.

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