Schwedische Nobelstiftung sagt traditionelles Dezember-Bankett wegen Corona ab

Das Bankett findet eigentlich immer am 10. Dezember statt

Die schwedische Nobelstiftung hat wegen der Coronavirus-Pandemie ihr traditionelles Bankett im Dezember abgesagt. Auch die dazugehörige Preisverleihung werde in diesem Jahr in "neuen Formen" stattfinden, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Das Bankett bildet den Abschluss der sogenannten Nobelwoche, in der die Preisträger des Jahres zu Gesprächen und zur Preisverleihung in die schwedische Hauptstadt Stockholm kommen. Die Veranstaltung fiel zuletzt 1956 aus.

"Dies ist ein ganz besonderes Jahr, in dem jeder Opfer bringen und sich an völlig neue Umstände anpassen muss", erklärte Lars Heikensten, Chef der Nobelstiftung. Die Arbeit der diesjährigen Preisträger werde auf "unterschiedliche Art und Weise" hervorgehoben. Heikensten deutete an, dass die Gewinner ihre Auszeichnungen in ihren Heimatländern oder in Botschaften erhalten würden.

Das Bankett findet jährlich am 10. Dezember - dem Todestag von Alfred Nobel - nach der Preisverleihung im Stockholmer Rathaus statt. Unter den rund 1300 Gästen sind normalerweise die Preisträger sowie das schwedische Königshaus. Nur der Friedensnobelpreis wird separat in Oslo vergeben.