Schweden löscht Waldbrände - mit Bomben

Schwedens Luftwaffe hat mit einer ungewöhnlichen Taktik versucht, ein Lauffeuer zu löschen. Sie warfen eine Bombe darüber ab.

Seit fast zwei Wochen loderte das Feuer auf einem Truppenübungsplatz in Älvdalen, 300 Kilometer nordöstlich von Stockholm.

Weil nicht detonierter Munition in der militärisch kontrollierten Zone lagerte, war es für die Feuerwehr zu gefährlich, dort am Boden zu arbeiten. Die Bemühungen, die Flammen mit Löschflugzeugen zu bekämpfen, waren nicht erfolgreich.

"Es ist ein Versuch, dem Feuer die Sauerstoffzufuhr abzuschneiden. Das ist nur möglich, weil das Feuer auf einem militärischen Stützpunkt brennt", sagte Rettungschef Johan Szymanski dem staatlichen Sender SVT.

Laut Szymanski war die Wirkung der Bomben bisher gut und ein Teil des Feuers konnte gelöscht werden.

Er schloss die Möglichkeit nicht aus, auch Schnee aus den nahegelegenen Bergregionen zu nutzen, um die Grenzen des Feuers zu kontrollieren, so Szymanski gegenüber SVT.

Schweden leidet seit Tagen unter schweren Waldbränden. In mehrere Regionen wurden Menschen evakuiert.