Schwarzes Jahr für Harley-Davidson

Motor einer Harley-Davidson

Das vergangene Jahr war schwierig für den legendären US-Motorradhersteller Harley-Davidson, und das laufende wird wohl nicht besser. Umsatz und Gewinn gingen 2017 zurück, wie das Unternehmen in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin am Dienstag mitteilte. An der Börse sackte der Kurs der Harley-Davidson-Aktie um fast sechs Prozent auf knapp 52 Dollar ab - binnen eines Jahres bedeutet das ein Minus von 7,6 Prozent.

Der Umsatz ging 2017 um knapp sechs Prozent auf 5,65 Milliarden Dollar (4,55 Milliarden Euro) zurück, der Gewinn um fast 25 Prozent auf knapp 522 Millionen Dollar - dies allerdings auch wegen der Effekte der US-Steuerreform.

Harley-Davidson kämpft vor allem mit Schwierigkeiten auf seinem Heimatmarkt USA; hier gingen die Verkäufe um 8,5 Prozent zurück. Die Stammkundschaft des Unternehmens dort wird immer älter. Zudem machen Modelle aus Japan und Europa dem Motorradhersteller Konkurrenz. Bereits im vergangenen Jahr waren Umsatz und Gewinne geschrumpft.

In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Absatzrückgang um bis zu fünf Prozent. Das Werk in Kansas City wird geschlossen, das in York in Pennsylvania "konsolidiert". Wieviele Stellen betroffen sind, sagte Firmenchef Matt Levatitch nicht.

Er gab sich dennoch optimistisch. Harley-Davidson werde die Kosten weiter senken und sich der neuen Kundengeneration anpassen. In den kommenden 18 Monaten werde Harley-Davidson etwa ein E-Motorrad herausbringen.