Schwarzeneggers Klima-Gipfel in Wien: "Wir haben Blut an den Händen"

Im Angesicht der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels haben Prominente und führende Persönlichkeiten aus der Politik in Österreich dringende Maßnahmen angemahnt. Anlass ist die sechste Ausgabe des von Arnold Schwarzenegger ins Leben gerufenen Austrian World Summit in der Wiener Hofburg.

Zum Auftakt beklagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres, dass weltweit die Regierungen ihre Versprechen nicht einhielten: "Lassen Sie es mich ganz offen sagen: Die meisten nationalen Klimazusagen sind nicht gut genug. Und das ist nicht nur meine Meinung. Die Wissenschaft und die öffentliche Meinung verurteilen die zaghafte Klimapolitik als riesigen Fehler. Wir sind Zeugen einer historischen, gefährlichen Diskrepanz. Die Wissenschaft und die Zivilbevölkerung fordern ehrgeizige und wirksame Klimaschutzmaßnahmen. Aber viele Regierungen zögern ihre Schritte hinaus."

Gastgeber Schwarzenegger aus Toronto zugeschaltet

Arnold Schwarzenegger beschuldigte vor allem die europäischen Regierungen der Untätigkeit, weil sie die Importe fossiler Brennstoffe aus Russland nicht beenden, die seiner Meinung nach sowohl den Klimawandel beschleunigen als auch Moskaus Krieg in der Ukraine finanzieren. Der Hollywood-Schauspieler und Aktivist nimmt aus Sorge um eine Coronainfektion nur online teil.

Er war von seinem Drehort im kanadischen Toronto zugeschaltet: "Egal wie man es betrachtet, wir haben Blut an den Händen, weil wir den Krieg finanzieren. Wir müssen aufhören, uns selbst zu belügen. Wir haben jetzt alle Technologien, die wir brauchen, um die fossilen Brennstoffe ins Abseits zu stellen. Wir haben eine moralische Verpflichtung, diese Technologien auch zu nutzen."

Trotz der Verpflichtungen durch das Pariser Klimaabkommen steuert die Welt immer noch auf einen Temperaturanstieg zu, der die Erderwärmung nur noch weiter beschleunigen wird. Es ist zwar theoretisch noch Zeit, den Kurs zu ändern, aber sie läuft davon.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.