Schwarze grundlos in Starbucks verhaftet: So reagiert das Netz auf die Entschuldigung

Vergangenen Donnerstag machte im Netz ein Video die Runde: Darauf zu sehen sind zwei Schwarze, die ohne Grund in einer Starbucks-Filiale verhaftet werden. Die Aufnahmen lösten eine Welle der Entrüstung aus. Mittlerweile hat sich der Konzern entschuldigt. Doch vielen Usern reicht das nicht.

Weil sie im Starbucks nichts kauften, wurden zwei Schwarze verhaftet (Bild: Getty Images)

Zwei Schwarze werden in einer Starbucks-Filiale verhaftet, nachdem Folgendes vorgefallen ist: Sie hatten auf einen Geschäftspartner gewartet, ohne etwas zu bestellen. Etwas ganz Normales eigentlich. Doch als sie dann auch noch die Toilette benutzen wollten, war das dem Personal dann offensichtlich endgültig zu suspekt: Sie riefen die Polizei, die anrückte und die beiden Männer tatsächlich abführte.

Ein Video zeigt die absurde Szene, in der deutlich auch andere Kunden zu hören sind, die nicht begreifen, warum die Polizei die Männer einkassiert. “Sie haben nichts getan”, ist unter anderem zu hören.

Zeugin Melissa DePino twitterte, dass die Männer nichts bestellt hatten, weil sie auf jemanden warteten. “Gerade als er eintraf, wurden sie in Handschellen abgeführt, ohne, dass sie etwas verbrochen hatten.“

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Man kann sich kaum vorstellen, dass die Sache mit weißen Protagonisten auch so ausgegangen wäre. Das Video verbreitete sich so rasant, dass sich Starbucks zu einer Entschuldigung genötigt sah. Man bedaure den Vorfall und werde daraus lernen, teilte der Konzern in einem Tweet mit:

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Starbucks-Chef Kevin Johnson räumte ein, es sei falsch gewesen, die Polizei einzuschalten. Und weiter: “Es fällt schwer, sich das von Kunden aufgenommene Video anzuschauen. Das dort zu sehende Vorgehen ist nicht repräsentativ für unsere Starbucks-Ziele und -Werte.“

Das Video wurde unterdessen fast 10 Millionen Mal aufgerufen, und vielen Usern reicht diese Entschuldigung nicht. Die Autorin Autorin Joy Ried schreib zum Beispiel: “In Amerika schwarz zu sein, bedeutet, dass allein die Anwesenheit nicht als etwas Gutes empfunden wird. Stattdessen ist man immer in Gefahr, man fühlt sich nicht wohl, wird gedemütigt, sogar festgenommen (oder dabei getötet.) Kurz: Das ist Rassismus.“

Alleine, dass Starbucks für dieses schwammige Statement mehrere Tage brauchte, empfanden viele als Beleidigung. Viele andere Kommentare gingen in dieselbe Richtung wie dieser Tweet:

“Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit vielen Worten wenig sagen kann.“ Fragen dazu, wer die Polizei gerufen habe und warum würden nicht geklärt. Es sei keinesfalls eine Ausnahme, wenn Menschen in Starbucks-Filialen einfach nur chillen würden. Dazu die an den Chef gerichtete Aufforderung: “Darauf brauchen wir bessere Antworten.“